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Redaktionen und Rechtsextremismus

Berichten über demokratiefeindliche Akteure

Rechte Narrativen werden in öffentlichen Debatten immer sichtbarer. Für Medienschaffende stellt sich damit die Frage: Wie berichtet man über demokratiefeindliche Akteure? Damit beschäftigt sich das Praxisseminar "Redaktionen und Rechtsextremismus" vom 17. bis 19. April an der Akademie für Politische Bildung in Kooperation mit der Katholischen Journalistenschule ifp und dem Bayerischen Journalisten-Verband BJV.

Tutzing / Einladung / Online seit: 06.03.2026

Von: Anna Berchtenbreiter / Foto: KI-generiert, Copilot

Programm: Tutzinger Journalistenakademie: Redaktionen und Rechtsextremismus. Wie berichtet man über demokratiefeindliche Akteure?

Demokratiefeindliche Akteure gewinnen in öffentlichen Debatten an Sichtbarkeit – in Parlamenten, auf Demonstrationen, in sozialen Medien und zunehmend auch in klassischen Medienformaten. Für Journalistinnen und Journalisten stellt sich damit eine zentrale Frage: Wie kann über diese Akteure kritisch und sachlich berichtet werden, ohne ihre Narrative ungewollt zu verstärken oder zur Normalisierung demokratiefeindlicher Positionen beizutragen? Und wie recherchiert man in solch pressefeindlichen Umgebungen? Die Tagung "Redaktionen und Rechtsextremismus. Wie berichtet man über demokratiefeindliche Akteure? Ein Praxisseminar" der Akademie für Politische Bildung in Kooperation mit der Katholischen Journalistenschule ifp und dem Bayerischen Journalisten-Verband BJV richtet daher vom 17. bis 19. April einen wissenschaftlichen Blick auf die Denkstrukturen und Diskursstrategien der Neuen Rechten und bietet Raum für Erfahrungsaustausch und Diskussion. In Workshops gehen wir außerdem den Fragen nach, wie Rechte reden und wie man in demokratiefeindlichen Strukturen sicher und sorgfältig recherchiert. Ziel ist es, Sicherheit im professionellen Umgang mit extremistischen, populistischen oder systemfeindlichen Akteuren zu gewinnen - redaktionell, ethisch und strategisch.

Berichterstattung über Rechts

Robert Andreasch vom Bayerischen Rundfunk und a.i.d.a., Jana Merkel (angefragt) vom MDR und Alexander Roth von der Waiblinger Kreiszeitung sprechen darüber, wie es ist, über Rechts zu berichten. Das Podiumsgespräch wird moderiert von Max Muth, dem stellvertretenden Landesvorsitzenden des BJV. Im Workshop der Investigativjournalistin Marie Bröckling lernen die Teilnehmenden, wie man in einer pressefeindlichen Umgebung recherchiert.

Wer ist die "Neue Rechte" und wie reden sie?

Einen allgemeinen Überblick über die "Neue Rechte", ihre Organisationen, Akteursnetzwerke und ideologischen Denkstrukturen gibt Sascha Ruppert-Karakas von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Stefan Matern von der Ludwig-Maximilians-Universität München vertieft die Analyse der Diskursstrategien und beleuchtet deren sozialpsychologische Hintergründe. Im Workshop mit dem Journalisten Johannes Giesler geht es darum, "Wie Rechte reden" .

Alle Infos zur Tagung "Tutzinger Journalistenakademie: Redaktionen und Rechtsextremismus"

Die Akademie für Politische Bildung lädt vom 17. bis 19. April zur Tagung "Tutzinger Journalistenakademie: Redaktionen und Rechtsextremismus. Wie berichtet man über demokratiefeindliche Akteure? Ein Praxisseminar" nach Tutzing am Starnberger See ein. Anmeldung und Programm sind online verfügbar.

Kontakt

Antonia Kreitner
Tel: 08158 / 256-58
a.kreitner@apb-tutzing.de

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