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Perspektiven für gelebte Inklusion und Gerechtigkeit

Tagung zur Barrierefreiheit

Eine inklusive Gesellschaft ist auf verlässliche Barrierefreiheit angewiesen. Die Tagung der Akademie für Politische Bildung in Kooperation mit der Hochschule Landshut und dem Sozialverband VdK Bayern beschäftigt sich vom 9. bis 11. März mit dem Thema "Barrieren abschaffen: Perspektiven für gelebte Inklusion und Gerechtigkeit". Dabei steht insbesondere im Mittelpunkt, theoretische Perspektiven und Ansprüche in die reale Praxis zu überführen.

Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 16.02.2026

Von: Anna Berchtenbreiter / Foto: iStock/Carl Lokko

Programm: Barrieren abschaffen

Inklusion, Chancengleichheit, Respekt in der Gesellschaft und gleichberechtigte Teilhabe, dies sind Werte, die in der UN-Behindertenrechtskonvention festgelegt wurden. Am 3. Mai 2008 trat sie in Kraft - 60 Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Mit ihr setzte sich die internationale Gemeinschaft das Ziel, die Rechte insbesondere von behinderten Menschen zu schützen. Und hier gilt es noch sehr viel umzusetzen allein in den Bereichen Teilhabe und Repräsentation dieser Gruppe, zu der etwa zehn Prozent der Bevölkerung zählen. Die Akademie für Politische Bildung in Kooperation mit der Hochschule Landshut richtet daher vom 9. bis 11. März bei der Tagung "Barrieren abschaffen: Perspektiven für gelebte Inklusion und Gerechtigkeit" das Augenmerk auf Teilhabe, Inklusion und Gerechtigkeit - speziell in den Bereichen Arbeitsmarkt, Politik und Medien. Ziel ist es, Anspruch und Realität zu diskutieren und Raum zu schaffen für das Durchdenken von Lösungskonzepten im Dialog zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.

Perspektiven der Inklusion: Politik, Philosophie und gesellschaftliche Praxis

Einen Überblick auf Inklusion aus philosophischer und politischer Perspektive bietet Bundestagsabgeordnete Heike Heubach und Markus Dederich von der Universität Köln. Dunja Robin von Netzwerkfrauen-Bayern klärt über die politische Interessenvertretung von Frauen mit Behinderung auf.

Inklusion in der Arbeit: Zwischen Anspruch und Realität

Über "Arbeit ist das halbe Leben - Rechte, Wünsche und Behinderungen" spricht Gudrun Wansing von der Humboldt-Universität zu Berlin. Praxisnahe Einblicke auf das Recht auf Arbeit gibt Silvia Helbig vom Deutschen Gewerkschaftsbund Berlin. Silvia Haider von der Universität Passau, Lukas Paul und Thomas Erbert von abm inclumedia e.V. analysieren den medialen Wandel und legen den Fokus auf das wie man digitale, intersektionale und barrierefreie Denken. Anschließend an die Impulsvorträge findet eine Diskussion statt.

Praxisnahe Workshops

Zu den Themen "Selbstbestimmt und inklusiv wohnen" (Jan Gerspach, Sozialverband VdK Bayern und Selma März, Bezirk Oberbayern) und "Inklusive Sprache: Werkzeuge diversitätssensibler Kommunikation" (Lucia C. Rocktätschel, Autorin und Diversity-Trainerin) wird es parallel verlaufende Workshops geben. In diesen Workshops erhalten die Teilnehmenden Raum für Austausch, praxisnahe Impulse und die gemeinsame Entwicklung von Ideen.

Akademiegespräch am See: Machtstrukturen aufbrechen

Im Rahmen der Tagung beschäftigt sich das Akademiegespräch "Machtstrukturen aufbrechen" am See am Dienstag, den 10.03., um 19.00 Uhr damit, wie die größten sozialpolitischen Herausforderungen in der Gleichstellungsfrage bewältigt werden können. Nach einem Impulsvortrag von Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK und ehemalige deutsche Biathletin und Skilangläuferin (mehrfache Weltmeisterin und vielfache Paralympics-Siegerin), diskutieren auf dem Podium:

  • Anna Gmeiner (Landesvorstand Grüne Jugend Bayern)
  • Lisa Rupp (Landesvorstand Junge Union Bayern)
  • Moderation: Kinza Khan und Johanna Vogel

Der Eintritt zur Podiumsdiskussion ist auch für Nicht-Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer frei. Eine Online-Anmeldung ist erforderlich.

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung wird von einem Team von Gebärdensprachdolmetscherinnen in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Unser Haus wird zum Zeitpunkt der Tagung für Tagesgäste in den Bereichen, in denen die Tagung stattfindet, weitestgehend barrierearm sein; der Zugang ist für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer als auch für Menschen mit Sehbehinderung gegeben. Die Zugänge zu den Veranstaltungsräumen und Gästezimmern sind über Rampen, Aufzüge sowie ein taktiles Leitstreifensystem erreichbar.

Alle Infos zur Tagung "Barrieren abschaffen: Perspektiven für gelebte Inklusion und Gerechtigkeit"

Die Akademie für Politische Bildung lädt vom 9. -11. März zur Tagung "Barrieren abschaffen: Perspektiven für gelebte Inklusion und Gerechtigkeit" nach Tutzing am Starnberger See ein. Anmeldung und Programm sind online verfügbar.

Journalistinnen und Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referentinnen und Referenten.

Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 170 Euro (ermäßigt 95 Euro). Berichterstatterinnen und Berichterstatter zahlen keine Tagungsgebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unsere Pressereferentin Anna Berchtenbreiter (Tel. 08158/256-86, a.berchtenbreiter@apb-tutzing.de).

Die Akademie für Politische Bildung

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.

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