Menu

Ressentiment als politische Kraft

Philosophische und interdisziplinäre Sichtweisen

Der Begriff des Ressentiments hat in den letzten Jahren Konjunktur. Doch was genau ist Ressentiment, und wodurch unterscheidet es sich Wut oder Empörung? Darüber diskutieren Fachleute im Rahmen der Tagung "Ressentiment als politische Kraft" vom 2. bis 4. Februar an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing in Kooperation mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 26.01.2026

Von: Anna Berchtenbreiter / Foto: iStock/Herzstaub

Programm: Ressentiment als politische Kraft

Immer öfter taucht der Begriff des Ressentiments in öffentlichen Debatten auf, vor allem, wenn es darum geht, politische Dynamiken zu deuten. Doch wie genau lässt sich Ressentiment charakterisieren und wie unterscheidet es sich von verwandten Phänomenen wie Wut, Empörung oder Groll? Durch welche sozialpsychologischen Mechanismen prägt es Protestbewegungen bis hin zu politischer Gewalt? Und inwiefern ist ressentimentgetriebenes politisches Handeln auch ein moralisches Problem? Um Klarheit zu schaffen, lädt die Akademie der Politischen Bildung in Kooperation mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt vom 2. bis 4. Februar zu der Tagung "Ressentiment als politische Kraft" ein. Aus philosophischer und interdisziplinärer Sicht soll das vielschichtige Phänomen des Ressentiments genauer untersucht werden.

Der Begriff des Ressentiments aus philosophischer Sicht

Wie sich der Begriff des Ressentiments in der Philosophiegeschichte einordnen lässt, diskutiert Helmut Heit von der Klassik Stiftung Weimar. Eine sozialphilosophische Perspektive bringt Imke von Maur von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt ein, während Philip Liese von der Freien Universität Berlin den Begriff aus Sicht der Politischen Philosophie analysiert.

Ressentiment aus sozialwissenschaftlicher Sicht

Der Philosoph und Publizist Reinhard Olschanski nähert sich dem Thema Ressentiment aus politologischer Perspektive. Einen Überblick über seine Bedeutung in der Politischen Psychologie gibt Stefan Matern von der Ludwig-Maximilians-Universität München, während Oliver Decker von der Universität Leipzig die sozialpsychologische Dimension beleuchtet. Aus kultur- und literaturwissenschaftlicher Sicht ordnet Alexander Kiossev von der Universität Sofia den Begriff ein. Wie Ressentiments durch Bildung entgegengewirkt werden kann, diskutiert Laura Martena von der Akademie für Politische Bildung mit dem Philosophischen Praktiker Thomas Gutknecht und Krassimir Stojanov von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Alle Infos zur Tagung "Ressentiment als politische Kraft"

Die Akademie für Politische Bildung lädt vom 2. bis 4. Februar zur Tagung "Ressentiment als politische Kraft" nach Tutzing am Starnberger See ein. Anmeldung und Programm sind online verfügbar.

Journalistinnen und Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referentinnen und Referenten.

Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 170 Euro (ermäßigt 95 Euro). Berichterstatterinnen und Berichterstatter zahlen keine Tagungsgebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unsere Pressereferentin Anna Berchtenbreiter (Tel. 08158/256-86, a.berchtenbreiter@apb-tutzing.de).

Die Akademie für Politische Bildung

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.

Kontakt
Weitere News

Heldenhaft?!
Tagung zur Ambivalenz des Heroischen


Rechtsextremen Argumenten entgegentreten
Ein Interview mit Sascha Ruppert-Karakas und Stefan Matern


Heldenhaft?!
Tagung zur Ambivalenz des Heroischen


Kultur am See: "Fürchtet Euch!"
Die Bußpredigt von und mit Pater Paetz


Auf dem Weg zum digitalen Autoritarismus?
Künstliche Intelligenz und ihre Gefahren 


Kultur am See: "Fürchtet Euch!"
Die Bußpredigt von und mit Pater Paetz