Auf dem Weg zum digitalen Autoritarismus?
Ethische Fragen der Digitalisierung
Die Digitalisierung wurde lange als Befreiungstechnologie angesehen. Doch mit der Konzentration der Macht bei Tech-Giganten hat sich dieses Bild geändert. Auf der Tagung "Auf dem Weg zum digitalen Autoritarismus? Aktuelle gesellschaftliche und ethische Fragen der Digitalisierung" in Kooperation mit der Gesellschaft für Informatik e.V. werden Fragen normativer Leitplanken und Zukunftsaussichten diskutiert.
Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 18.11.2025
Von: Anna Berchtenbreiter / Foto: iStock/wildpixel
Programm: Akademiegespräch am See: Digitaler Autoritarismus und Demokratiefestigung: Was tun?
Das Internet - lange Zeit galt es als ein Werkzeug der Befreiung. Zurzeit zeigen sich jedoch immer stärker die Folgen der massiven Machtkonzentrationen bei bestimmten Tech-Giganten. Die Tagung "Auf dem Weg zum digitalen Autoritarismus? Aktuelle gesellschaftliche und ethische Fragen der Digitalisierung" der Akademie für Politische Bildung In Kooperation mit der Gesellschaft für Informatik e.V. vom 5. bis 6. Dezember analysiert, inwiefern durch die aktuelle Situation von Social Media autoritäre Tendenzen gefördert oder begünstig werden. In den Fokus genommen werden insbesondere die Gefahren für Demokratie, Menschenrechte und Datenschutz. Ein Schwerpunkt der Tagung liegt in einem fachübergreifenden Austausch und in interaktiven Elementen. Fachleute aus technischen und nichttechnischen Bereichen diskutieren gemeinsam Fragen gesellschaftlicher Kontrolle, normativer Leitplanken und Zukunftsaussichten.
Zwischen Möglichkeiten und Gefahren
Katika Kühnreich vom Institute for Network Cultures der Amsterdam University of Applied Sciences und Stefan Ullrich, Sprecher der Fachgruppe „Informatik und Ethik“ der Gesellschaft für Informatik, führen in das Thema und seine aktuellen Facetten ein. Im Anschluss spricht Rainer Mühlhoff von der Universität Osnabrück über die Demokratie und die Macht der Plattformen.
Im Rahmen der Tagung beschäftigt sich das Akademiegespräch am See am Freitag, 5. Dezember, um 19.30 Uhr mit dem digitalen Autoritarismus, Demokratiefestigung und der Frage "Was tun?". Auf dem Podium diskutieren:
- Natascha Strobl (Politikwissenschaftlerin und Publizistin)
- Constanze Kurz (Autorin und Sprecherin des Chaos Computer Clubs)
- Moderation: Gero Kellermann (Akademie für Politische Bildung) und Katika Kühnreich (Institute for Network Cultures)
Der Eintritt zur Podiumsdiskussion ist auch für Nicht-Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer frei. Eine Online-Anmeldung ist erforderlich.
Workshops
Am zweiten Tagungstag können sich die Teilnehmenden im Forum und in verschiedenen Workshops austauschen. Manuel Atug, Gründer und Sprecher der AG KRITIS spricht über Kritische Grundversorgung 2.0, während Gudrun Schiedermeier von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut einen Workshop über den Demokratieerhalt in Zeiten von Social Media und KI leitet. Andreas Knaut von der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Informatik in Kultur und Gesundheit leitet den Workshop Biometrie und Ideologie. Thomas Fricke, Experte für Cloudsicherheit und Kubernetes spricht über den die unbekannte Dimension der KI - den Ressourcenverbrauch von Rechenzentren. Abschließend können die Tagungsgäste an einer strukturierten Denktour zum Thema "Was nun? Wir reisen in die Zukunft!" teilnehmen.
Alle Infos zur Tagung "Auf dem Weg zum digitalen Autoritarismus? Aktuelle gesellschaftliche und ethische Fragen der Digitalisierung"
Die Akademie für Politische Bildung lädt vom 5. bis 6. Dezember 2025 zur Tagung "Auf dem Weg zum digitalen Autoritarismus? Aktuelle gesellschaftliche und ethische Fragen der Digitalisierung" nach Tutzing am Starnberger See ein. Anmeldung und Programm sind online verfügbar.
Journalistinnen und Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referentinnen und Referenten.
Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 85 Euro (ermäßigt 50 Euro). Berichterstatterinnen und Berichterstatter zahlen keine Tagungsgebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unsere Pressereferentin Anna Berchtenbreiter (Tel. 08158/256-86, a.berchtenbreiter@apb-tutzing.de).
Die Akademie für Politische Bildung
Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.
