Forum Politik und Handwerk
Umgang mit Extremismus in der Arbeitswelt
Diskriminierende Ideologien stellen die demokratische Gesellschaft vor große Herausforderungen - auch in der Arbeitswelt und Ausbildung. Das "Forum Politik und Handwerk" der Akademie für Politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Handwerkstag sucht am 3. Dezember nach Wegen, ein respektvolles und an den Werten des Grundgesetzes orientiertes Miteinander in der Arbeitswelt zu entwickeln.
Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 06.11.2025
Von: Anna Berchtenbreiter / Foto: iStock/photoschmidt
Extreme Haltungen und diskriminierende Ideologien stellen unsere demokratische Gesellschaft und unsere Verfassungsordnung vor große Herausforderungen. Davon sind auch die Arbeitswelt sowie die schulische und berufliche Bildung betroffen. Das Handwerk ist ein prägender Teil des gesellschaftlichen Lebens und wichtiger Ausbildungsbereich. So spielt es eine zentrale Rolle dabei, jungen Menschen und darüber hinaus der alltäglichen Praxis des Arbeitslebens Orientierung zu geben und demokratische Werte zu vermitteln. In Augsburg diskutieren Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Bildung, Handwerk, Kirchen und weiteren Bereichen am 3. Dezember beim "Forum Politik und Handwerk: Umgang mit Extremismus - Herausforderungen für Ausbildung und Beruf" der Akademie für Politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Handwerkstag darüber, wie extremen Tendenzen im Bildungs- und Arbeitsumfeld wirksam begegnet werden kann, welche Rolle Betriebe, Schulen, Verbände und Arbeitnehmervertretungen dabei spielen und wie die demokratische Kultur in Ausbildung und Beruf gestärkt werden können.
Extremismus in Gesellschaft, Bildung und Arbeitswelt
Anna Stolz, Bayerische Staatsministerin für Unterricht und Kultur eröffnet die Veranstaltung mit einem Vortrag zur Extremismusprävention im Bildungssystem. Über die Frage, ob Extremismus in der Gesellschaft ein unterschätztes Problem ist, diskutieren Robin Busse vom Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik von der TU Darmstadt und Kriminalhauptkommissar Ralf Hermle von der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus. Über die Ausprägungen von Extremismus in Schule und Ausbildung und Möglichkeiten der Prävention referiert Robert Roedern, Regionalbeauftragter für Demokratie und Toleranz der Staatlichen Schulberatungsstelle. Anschließend diskutieren, moderiert von Gero Kellermann von der Akademie für Politische Bildung, der Präsident des FC Augsburgs, Markus Krapf, mit Matthias Lux, Vorstandsmitglied der Bauinnung Günzburg-Krumbach und Christoph Wittmann, Landespräses Kolpingverband Bayern.
In der abschließenden Podiumsdiskussion unter dem Thema "Extremismus in der Arbeitswelt - Erfahrungen und Handlungsoptionen" diskutieren:
- Simone Burger (Regionsgeschäftsführerin und Vorsitzende des DGB-Kreisverbands München)
- Anna Huber (Obermeisterin Schreiner-Innung Dachau)
- Kathrin Zellner (Mitglied des Bundesvorstands Kolpingwerk Deutschland)
- Nicole Kohnhäuser (Leiterin der Meisterschulen am Ostbahnhof München)
- Peter Lysy (Leiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern)
- Moderation: Dieter Vierlbeck (Geschäftsführer des Bayerischen Handwerkstags)
Alle Infos zum "Forum Politik und Handwerk: Umgang mit Extremismus - Herausforderungen für Ausbildung und Beruf"
Die Akademie für Politische Bildung lädt am 3. Dezember zum "Forum Politik und Handwerk: Umgang mit Extremismus - Herausforderungen für Ausbildung und Beruf" nach Augsburg in die Handwerkskammer für Schwaben ein. Anmeldung und Programm sind online verfügbar. Die Teilnahme ist kostenlos.
Journalistinnen und Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referentinnen und Referenten.
Berichterstatterinnen und Berichterstatter wenden sich zur Anmeldung bitte an unsere Pressereferentin Anna Berchtenbreiter (Tel. 08158/256-86, a.berchtenbreiter@apb-tutzing.de).
Die Akademie für Politische Bildung
Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.
