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Tutzinger Radiotage: Journalismus in angespannten Zeiten

Der Spagat zwischen Fakten und Emotionen

Die Tutzinger Radiotage 2024 beschäftigen sich mit Journalismus in angespannten Zeiten. Unter dem Titel "Zwischen Fakten und Emotionen" tauschen sich Radiojournalistinnen und Radiojournalisten vom 9. bis 11. September in der Akademie für Politische Bildung über Erfahrungen und Strategien aus. Gemeinsam überlegen sie, wie das Radio auf die aktuellen Krisen reagieren und den Dialog stärken kann.

Tutzing / Einladung / Online seit: 05.07.2024

Von: Beate Winterer / Foto: Jakob Zapf

Programm: Tutzinger Journalistenakademie: Tutzinger Radiotage 2024

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Inzwischen prägen Krisen unseren gesellschaftlichen Diskurs - dabei gehen Meinungen auseinander und Fronten verhärten sich. Manche argumentieren mit Fakten, andere stützen sich auf Emotionen. Wie lässt sich dennoch ein konstruktiver Dialog aufrechterhalten? Radiojournalismus war immer prädestiniert dafür, Menschen eine Stimme zu geben, einander zuzuhören und den Diskurs konstruktiv zu moderieren. Wie kommt dieses Medium mit den aktuellen Herausforderungen für unsere Demokratie zurecht? Hat das Radio dabei Vorteile gegenüber anderen Medien? Und muss sich das Radio an die neuen Rahmenbedingungen anpassen? Die diesjährigen Tutzinger Radiotage der Akademie für Politische Bildung stehen unter dem Titel "Zwischen Fakten und Emotionen: Journalismus in angespannten Zeiten" und geben Medienschaffenden die Möglichkeit, sich über Erfahrungen und Strategien auszutauschen.

Welche Rollen kann Radio im aktuellen Diskurs einnehmen?

Birte Förster von der Universität Bielefeld analysiert, wie das Radio seiner Rolle als "vierte Gewalt" in Zeiten des gesellschaftlichen Aufruhrs nachkommt. Ob Radio zum "Brückenbauer" werden kann, fragt der Journalist Dennis Horn unter Hinzuziehen des Brandsma'schen Modells. Felicia Reinstädt von Bremen NEXT spricht über hörbare Diversität und darüber, wie das Radio allen eine Stimme geben kann. Und schließlich nimmt auch Künstliche Intelligenz eine zentrale Rolle ein: Mit KI im Journalismus beschäftigt sich Johannes Klingebiel vom Media Lab Bayern.

Über Nähe und Distanz und die Herausforderungen von Reporterinnen und Reportern im Regionalen diskutieren:

  • Christina Metallinos (Bayerischer Rundfunk)
  • Gerhard Königer (Schwäbische Post)
  • Thomas Friedrich (Mitteldeutscher Rundfunk)
  • Moderation: Timo Fratz (Radio Bielefeld)

Im aktuellen Diskursklima sehen sich auch andere Berufsfelder Herausforderungen ausgesetzt, mit denen ein Austausch für Medienschaffende bereichernd sein kann. Einen Blick von außen auf Konfliktdeeskalation geben daher Maren Schüpphaus, Moderatorin und Beraterin bei "dialogimpulse" und Rina Mayer, Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Starnberg.

Workshops zu Populismus, KI und dem Brandsma'schen Modell

Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält die Möglichkeit, an einem der folgenden Workshops teilzunehmen:

  • Vorbehaltloser Journalismus: Das Brandsma'schme Modell in der Praxis (Dennis Horn, Journalist und Strategieberater)
  • Interview mit einem Populisten (Praktiker im Bereich Rechtsextremismus)
  • Ein Tag mit KI-Praktikant (Gregor Schmalzried, „Der KI-Podcast")

Das Hören kommt bei den Radiotagen natürlich nicht zu kurz. Die teilnehmenden Journalistinnen und Journalisten sind eingeladen, ihren Kolleginnen und Kollegen zu zeigen, was sie zuletzt an den Ohren gepackt hat. Dafür sammeln die Veranstalterinnen und Veranstalter vorab besonders gelungene Beiträge.

Alle Infos zu den Tutzinger Radiotagen 2024 "Zwischen Fakten und Emotionen: Journalismus in angespannten Zeiten"

Die Akademie für Politische Bildung lädt vom 9. bis 11. September zu den Tutzinger Radiotagen 2024 „Zwischen Fakten und Emotionen: Journalismus in angespannten Zeiten" nach Tutzing am Starnberger See ein. Anmeldung und Programm sind online verfügbar. Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 140 Euro (ermäßigt 80 Euro).

Kontakt

Antonia Kreitner
Tel: 08158 / 256-58
a.kreitner@apb-tutzing.de

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