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Max Weber und die Stadt im Nahen Osten

Tagung zur Entstehung der Moderne

Ist Max Webers unvollendetes Werk "Die Stadt" ein Produkt des Eurozentrismus oder war Europa in der Entstehungszeit der Moderne tatsächlich einzigartig? Die Fachtagung "Laboratorium der Moderne? Max Weber und die Stadt im Nahen Osten" der Akademie für Politische Bildung beschäftigt sich vom 27. bis 29. Juni 2024 mit dieser geschichtswissenschaftlichen Analyse.

Tutzing / Einladung / Online seit: 13.05.2024

Von: Beate Winterer / Foto: iStock/VTT Studio

"Die Stadt" von Max Weber ist lediglich das Fragment eines unvollendeten Werkes und doch bietet es die Grundlage für Diskussionen um die Entstehungsfragen der Moderne. Ihr Anfang gilt im spätmittelalterlichen Europa - aber warum eigentlich? Ist Weber dem Eurozentrismus verfallen oder bestanden im Vergleich zu Regionen wie dem Nahen Osten oder dem antiken Griechenland signifikante Unterschiede? Diese geschichtswissenschaftlichen Fragen greift die Fachtagung "Laboratorium der Moderne? Max Weber und die Stadt im Nahen Osten" auf. Gemeinsam mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, der Freien Universität Berlin und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg prüft die Akademie für Politische Bildung Max Webers Modernisierungshypothese mit Hilfe von Fallstudien.

Gab es im Nahen Osten die Basis für eine alternative Moderne?

Zum Einstieg in das Thema stellt Michael Sommer von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Max Webers Werk "Die Stadt" vor. Sein Kollege Matthias Bormuth spricht über den modernen Menschen Max Weber.

Weitere Beiträge geben Einblicke in die historische Städteentwicklung jenseits des mittelalterlichen Europas. Joachim Gehrke von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg referiert über die "Globalisierung" im Hellenismus und Alexander Will von der Nordwest-Zeitung nimmt die Teilnehmenden mit in den Nahen Osten des 19. und 20. Jahrhunderts. Andrew Wallace-Hadrill von der University of Cambridge beschäftigt sich mit "Antiquity as an Urban Landscape".

Anhand von Fallstudien prüfen Referentinnen und Referenten Max Webers Thesen zur Modernisierung. Folgende Städte und Regionen betrachten sie dabei:

  • Alexandria (Stefan Pfeiffer, Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg)
  • Antiochia (Jannis Niehoff-Panagiotidis, Freie Universität Berlin)
  • Palmyra (Peter Freiherr von Danckelman, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
  • Kleinasien (Ralf Behrwald, Universität Bayreuth)
  • Zentralasien (Milinda Hoo, Universität Utrecht)

Alle Infos zur Tagung "Laboratorium der Moderne?"

Die Akademie für Politische Bildung lädt vom 27. bis 29. Juni zur Tagung "Laboratorium der Moderne? Max Weber und die Stadt im Nahen Osten" nach Tutzing am Starnberger See ein. Anmeldung und Programm sind online verfügbar. Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 140 Euro (ermäßigt 80 Euro).

Kontakt

Karin Klemm-Vollmer
Tel.: 08158 / 256-46
k.klemm-vollmer@apb-tutzing.de

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