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Kulturen des Protests

Dreiteilige Veranstaltungsreihe der Akademie in der Seidlvilla

Die Akademie für Politische Bildung kommt in die Seidlvilla nach München. Am 7. und 21. Februar sowie am 6. März blickt sie mit dem Institut für Kommunikation und Medien der Hochschule Darmstadt und wechselnden Expertinnen und Experten auf "Kulturen des Protests". Die Themen reichen von philosophisch-ethischen Annäherungen über moralischen Motivationsquellen bis zu Parolen des Protests.

Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 31.01.2024

Von: Beate Winterer / Foto: iStock/Alona Savchuk

Die Akademie für Politische Bildung lädt gemeinsam mit dem Institut für Kommunikation und Medien der Hochschule Darmstadt zu drei Abendveranstaltungen in die Seidlvilla nach München-Schwabing. In der Veranstaltungsreihe "Kulturen des Protests" widmen sie sich politischem Protest, zivilem Ungehorsam und Widerstand in demokratischen Gesellschaften. Diese Phänomene nehmen aktuell widersprüchliche Formen an: Während der Corona-Pandemie versammelten sich Mitglieder der "Querdenker"-Bewegung, um gegen staatliche Schutzmaßnahmen zu protestieren. In den USA fordert die "Black Lives Matter"-Bewegung das Ende des strukturellen Rassismus. Währenddessen rebelliert die "Letzte Generation" mit Straßenblockaden gegen die Klimapolitik und Hunderttausende demonstrieren für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Die drei Abendveranstaltungen stellen folgende Fragen: Welche Formen von Protest gibt es? Aus welchen moralischen Quellen speisen sie sich, und wann können sie ethisch als legitim gelten? Wie wird Protest medial inszeniert und kommuniziert, und welcher Sprache bedient er sich? Und welche Bedeutung spielt dabei die Digitalisierung des öffentlichen Raums?

Protest und Widerstand aus verschiedenen Perspektiven

Die Reihe eröffnet Michael Reder von der Hochschule für Philosophie München am 7. Februar mit einer philosophischen Annäherung an die Phänomene Protest, ziviler Ungehorsam, Widerstand und Revolution sowie die Frage nach deren Legitimität und Illegitimität. Am 21. Februar sprechen Asya Markova, freie Wissenschaftlerin und Publizistin, und Krassimir Stojanov von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt über moralische Motivationsquellen des Protests wie Würde, Ehre und Ressentiment. Die letzte Veranstaltung am 6. März hat die soziale Praxis der Parole zum Thema. Ella Schindler vom Verlag Nürnberger Presse und den Neuen Deutschen Medienmacher*innen e.V. und der Sprachwissenschaftler Mark Dang-Anh vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache diskutieren über Parolen und die mediale Aufmerksamkeit für Protest.

Alle Infos zur Veranstaltungsreihe "Kulturen des Protests"

Die Akademie für Politische Bildung lädt zur Veranstaltungsreihe "Kulturen des Protests" in die Seidlvilla in München ein. Anmeldung und komplettes Programm der einzelnen Abende sind online verfügbar:

Journalistinnen und Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referentinnen und Referenten.

Die Teilnahmegebühr beträgt jeweils 15 Euro. Berichterstatterinnen und Berichterstatter zahlen keine Gebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unsere Pressereferentin Beate Winterer (Tel. 08158/256-86, b.winterer@apb-tutzing.de).

Die Akademie für Politische Bildung

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.

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