Menu

Kulturen des Protests

Dreiteilige Veranstaltungsreihe der Akademie in der Münchner Seidlvilla

Die Akademie für Politische Bildung kommt in die Seidlvilla nach München. Am 7. und 21. Februar sowie am 6. März blickt sie mit dem Institut für Kommunikation und Medien der Hochschule Darmstadt und wechselnden Expertinnen und Experten auf "Kulturen des Protests". Die Themen reichen von philosophisch-ethischen Annäherungen über moralischen Motivationsquellen bis zu Parolen des Protests.

Tutzing / Einladung / Online seit: 29.01.2024

Von: Beate Winterer / Foto: iStock/Alona Savchuk

Die Akademie für Politische Bildung lädt gemeinsam mit dem Institut für Kommunikation und Medien der Hochschule Darmstadt zu drei Abendveranstaltungen in die Seidlvilla nach München-Schwabing. In der Veranstaltungsreihe "Kulturen des Protests" widmen sie sich politischem Protest, zivilem Ungehorsam und Widerstand in demokratischen Gesellschaften. Diese Phänomene nehmen aktuell widersprüchliche Formen an: Während der Corona-Pandemie versammelten sich Mitglieder der "Querdenker"-Bewegung, um gegen staatliche Schutzmaßnahmen zu protestieren. In den USA fordert die "Black Lives Matter"-Bewegung das Ende des strukturellen Rassismus. Währenddessen rebelliert die "Letzte Generation" mit Straßenblockaden gegen die Klimapolitik und Hunderttausende demonstrieren für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Die drei Abendveranstaltungen stellen folgende Fragen: Welche Formen von Protest gibt es? Aus welchen moralischen Quellen speisen sie sich, und wann können sie ethisch als legitim gelten? Wie wird Protest medial inszeniert und kommuniziert, und welcher Sprache bedient er sich? Und welche Bedeutung spielt dabei die Digitalisierung des öffentlichen Raums?

Protest und Widerstand aus verschiedenen Perspektiven

Die Reihe eröffnet Michael Reder von der Hochschule für Philosophie München am 7. Februar mit einer philosophischen Annäherung an die Phänomene Protest, ziviler Ungehorsam, Widerstand und Revolution sowie die Frage nach deren Legitimität und Illegitimität. Am 21. Februar sprechen Asya Markova, freie Wissenschaftlerin und Publizistin, und Krassimir Stojanov von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt über moralische Motivationsquellen des Protests wie Würde, Ehre und Ressentiment. Die letzte Veranstaltung am 6. März hat die soziale Praxis der Parole zum Thema. Ella Schindler vom Verlag Nürnberger Presse und den Neuen Deutschen Medienmacher*innen e.V. und der Sprachwissenschaftler Mark Dang-Anh vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache diskutieren über Parolen und die mediale Aufmerksamkeit für Protest.

Alle Infos zur Veranstaltungsreihe "Kulturen des Protests"

Die Akademie für Politische Bildung lädt zur Veranstaltungsreihe "Kulturen des Protests" in die Seidlvilla in München ein. Anmeldung und komplettes Programm der einzelnen Abende sind online verfügbar:

Die Teilnahmegebühr beträgt jeweils 15 Euro.

Kontakt

Iryna Bielefeld
Tel.: 08158 / 256-53
i.bielefeld@apb-tutzing.de

Weitere News

Die Rolle der beruflichen Bildung für die Gesellschaft
So helfen Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe bei Wertebildung und Integration


Verlieren demokratische Institutionen ihre Funktion?
Herausforderungen durch Digitalisierung, Krieg und Klimawandel


Die Wiederkehr des Autoritarismus
So wirkt die Erosion der Demokratie auf die Geopolitik


Wissenschaft und Politik in der Corona-Pandemie
Wie gelingt gute Politikberatung in der Krise?


Die Vier-Tage-Woche als Modell der Zukunft
Sind kürzere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn möglich?