Arbeitszeitverkürzung: realisierbar und wünschenswert?

Tagung aus der Reihe "Zukunft der Arbeit"

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt und treibt die Diskussion über kürzere Arbeitszeiten voran. Welche Chancen bietet eine Arbeitszeitverkürzung? Was bedeutet sie für das Privatleben und den Sozialstaat? Mit diesen Fragen beschäftigt sich am 28. und 29. Oktober die Tagung "Arbeitszeitverkürzung als Grundlage eines neuen Modells?" aus der Reihe "Zukunft der Arbeit" der Akademie für Politische Bildung.


Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 07.10.2022

Von: Beate Winterer / Foto: iStock/coffeekai

Programm: Arbeitszeitverkürzung als Grundlage eines neuen sozialen Modells?

Die Work-Life-Balance ist wichtiger denn je: Einige Länder, darunter Großbritannien, Kanada, Neuseeland und Israel, ziehen nach erfolgreichen Experimenten eine Vier-Tage-Woche in Erwägung. Gleichzeitig rufen Vertreter aus Politik und Wirtschaft hierzulande wegen des Fachkräftemangels nach einer 42-Stunden-Woche. Die Tagung "Arbeitszeitverkürzung als Grundlage eines neuen sozialen Modells?" der Akademie für Politische Bildung, des Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. (ISF) und der Forschungseinheit für Sozioökonomie der Arbeits- und Berufswelt der Universität Augsburg möchte überprüfen, ob und inwiefern eine Verkürzung der Arbeitszeit in Deutschland realisierbar und wünschenswert ist. Sie ist Teil der Veranstaltungsreihe "Zukunft der Arbeit".

Bessere Work-Life-Balance durch kürzere Arbeitszeit?

Welche Bedeutung eine Arbeitszeitverkürzung für die Lebensführung hat, thematisiert Margit Weihrich von der Universität Augsburg. Uta Meier-Gräwe von der Justus-Liebig-Universität Gießen erklärt, wie sich die Zeit für Erwerbsarbeit mit anderen Formen von Arbeit und Tätigkeiten vereinbaren lässt. Über den Einfluss der Arbeitszeitverkürzung auf die Arbeitsgestaltung spricht Norbert Huchler vom ISF. Ob eine Arbeitszeitverkürzung zu einer Humanisierung der Arbeit führt, diskutiert Nicole-Mayer-Ahuja von der Georg-August-Universität Göttingen. Gerhard Bäcker von der Universität Duisburg-Essen beschäftigt sich mit den Auswirkungen auf den Sozialstaat.

Arbeitszeitverkürzung durch Digitalisierung?

Die Diskussion über die Verkürzung der Arbeitszeit wird vor allem durch die Digitalisierung und die dadurch steigende Arbeitsproduktivität vorangetrieben. Welche ökonomischen und arbeitspolitischen Grundlagen dafürsprechen und welche dagegen, erklärt Andreas Boes vom ISF. Michael Heinlein, Judith Neumer und Tobias Ritter vom ISF sprechen über die Belastungen und Gestaltungschancen der neuen, digital vernetzen Arbeit vor dem Hintergrund verkürzter Arbeitszeit.

Inwiefern das Modell einer verkürzten Arbeitszeit realisierbar und wünschenswert ist, diskutieren auf dem Podium:

  • Anke Thorein (ver.di Bundesverwaltung)
  • Beate Beermann (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)
  • Ulrich Walwei (Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit)
  • Gregor Kalchthaler (Intraprenör)

Alle Infos zur Tagung "Zukunft der Arbeit (Teil III): Arbeitszeitverkürzung als Grundlage eines neuen sozialen Modells?"

Wir laden Sie am 28. und 29. Oktober in die Akademie für Politische Bildung am Starnberger See ein und bitten Sie, die Tagung anzukündigen. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie hier.

Journalistinnen und Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referentinnen und Referenten.

Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 85 Euro (ermäßigt 50 Euro). Berichterstatterinnen und Berichterstatter zahlen keine Tagungsgebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unsere Pressereferentin Beate Winterer (Tel. 08158/256-86, b.winterer@apb-tutzing.de).

Die Akademie für Politische Bildung

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.


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