Wie bekämpfen wir Rassismus und Antisemitismus?

Tagung zu Bedrohungen für die offene Gesellschaft

Rassismus und Antisemitismus nehmen in Deutschland zu. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung noch verschärft. Wie kam es dazu? Und wie lassen sich diese Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bekämpfen? Die Tagung "Rassismus und Antisemitismus als Herausforderungen für die offene Gesellschaft" an der Akademie für Politische Bildung sucht nach Erklärungen und stellt Maßnahmen vor.


Tutzing / Einladung / Online seit: 08.09.2022

Von: Beate Winterer / Foto: iStock/ARK NEYMAN

# Politische Bildung

Programm: Rassismus und Antisemitismus als Herausforderungen für die offene Gesellschaft

Online-Anmeldung

Die offene, demokratische Gesellschaft in Deutschland ist bedroht. Rassistische Einstellungen nehmen in der öffentlichen Debatte zu. Dabei zeichnet sich eine Radikalisierung bestimmter Gruppierungen ab, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. Andere Bewegungen suchen den Schulterschluss mit der sogenannten bürgerlichen Mitte und nehmen für sich in Anspruch, die stille Mehrheit der Bevölkerung zu repräsentieren. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklungen verstärkt. Besonders beunruhigend ist die Zunahme des latenten und offenen Antisemitismus. Die Tagung "Rassismus und Antisemitismus als Herausforderungen für die offene Gesellschaft" der Akademie für Politische Bildung, der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung, Landesverband Bayern e.V. und der Europäischen Akademie Bayern e.V. sucht nach Erklärungsansätzen für diese Entwicklungen und stellt Projekte aus der politischen Bildungsarbeit vor, die Rassismus und Antisemitismus entgegentreten.

Rassismus und Antisemitismus in Deutschland und Europa

Wo steht Deutschland bei der Bekämpfung von Rassismus und Antisemitismus? Diese Frage versucht Samuel Salzborn zu beantworten. Er ist Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus und Professor an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Karin Stögner von der Universität Passau beschäftigt sich mit Antisemitismus und Identitätspolitik und spricht über die Grundzüge einer intersektionalen Antisemitismuskritik. Welche Formen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Russland, Italien und Ungarn annimmt, diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Experten der Europäischen Akademie Bayern in Arbeitsgruppen.

Antisemitismus und Rassismus bekämpfen: Politik und Zivilgesellschaft

Fünf Institutionen aus dem Bereich der politischen Bildungsarbeit stellen ihre Projekte gegen Rassismus und Antisemitismus vor. Welche Fallstricke bei der Bildungsarbeit lauern, erklärt die politische Erwachsenenbildnerin und Sozialwissenschaftlerin Anne Broden.

Wie sich Rassismus und Antisemitismus politisch bekämpfen lassen, diskutieren auf dem Podium

  • Ludwig Spaenle (MdL, Beauftragter der bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe)
  • Julia Bernstein (Frankfurt University of Applied Science)
  • Marian Offman (Beauftragter der Landeshauptstadt München für den interreligiösen Dialog)

Alle Infos zur Tagung "Rassismus und Antisemitismus als Herausforderungen für die offene Gesellschaft"

Wir laden Sie vom 23. bis 25. September in die Akademie für Politische Bildung am Starnberger See ein. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie hier. Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 140 Euro (ermäßigt 80 Euro).


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