Jenseits von Neoliberalismus und Neodirigismus

Tagung zur neuen Rolle des Staates

Brauchen wir angesichts der aktuellen Krisen einen starken Staat? Oder gelingen durch die unsichtbare Hand des Markts auch Digitalisierung und Dekarbonisierung? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Hybrid-Tagung "Jenseits von Neoliberalismus und Neodirigismus: Die Rolle des Staates neu denken" der Akademie für Politische Bildung am 15. und 16. Juli.


Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 05.07.2022

Von: Beate Winterer / Foto: iStock/Khongtham

Programm: Jenseits von Neoliberalismus und Neodirigismus

Rekordinflation, Ukraine-Krieg, Corona-Pandemie: Angesichts der aktuellen Krisen wünschen sich viele Bürgerinnen und Bürger einen Staat, der Verantwortung übernimmt und handelt. Der Neoliberalismus und sein Glaube an die "heilende Wirkung des Markts" hat offenbar ausgedient. Manche Expertin und mancher Experte befürchtet deshalb eine anbrechende Ära des "Neodirigismus", in dem der Staat lenkt und leitet. Wie zeitgemäß sind diese Konzepte noch angesichts weitreichender Transformationen wie Digitalisierung und Dekarbonisierung? Darüber diskutieren internationale Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler in der Hybrid-Tagung "Jenseits von Neoliberalismus und Neodirigismus: Die Rolle des Staates neu denken" an der Akademie für Politische Bildung.

Starker Staat in Krisenzeiten

"Der Staat ist als Akteur gefragt", ist Mechthild Schrooten überzeugt. Die Professorin der Hochschule Bremen erklärt in der Hybrid-Tagung, warum nur ein starker Staat die Herausforderungen unserer Zeit bewältigen kann. Wie eine neue Industriepolitik aussehen könnte, ist das Thema von Philippa Sigl-Glöckner vom Dezernat Zukunft. Andreas Nölke von der Goethe-Universität Frankfurt am Main spricht über den Post-Corona-Kapitalismus und den Wandel vom liberalen zum organisierten Kapitalismus.

Was Deutschland aus der Pandemie lernen muss, erklärt Moritz Schularick von der Universität Bonn. Markus K. Brunnermeier von der Princeton University beschäftigt sich mit der Frage, wie eine resiliente Gesellschaft künftige Krisen besser meistert.

Alle Infos zur Tagung "Jenseits von Neoliberalismus und Neodirigismus"

Wir laden Sie am 15. und 16. Juli in die Akademie für Politische Bildung am Starnberger See ein und bitten Sie, die Hybrid-Tagung anzukündigen. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie hier.

Journalistinnen und Journalisten bietet die Veranstaltung auch die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referentinnen und Referenten.

Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 85 Euro (ermäßigt 50 Euro). Die Online-Teilnahme ist kostenlos. Berichterstatterinnen und Berichterstatter zahlen keine Tagungsgebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unser Pressereferat (Tel. 08158/256-86, b.winterer@apb-tutzing.de).

Die Akademie für Politische Bildung

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.


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