Jenseits von Neoliberalismus und Neodirigismus

Tagung zur neuen Rolle des Staates

Brauchen wir angesichts der aktuellen Krisen einen starken Staat? Oder gelingen durch die unsichtbare Hand des Markts auch Digitalisierung und Dekarbonisierung? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Hybrid-Tagung "Jenseits von Neoliberalismus und Neodirigismus: Die Rolle des Staates neu denken" der Akademie für Politische Bildung am 15. und 16. Juli.


Tutzing / Einladung / Online seit: 04.07.2022

Von: Beate Winterer / Foto: iStock/Khongtham

Programm: Jenseits von Neoliberalismus und Neodirigismus

Rekordinflation, Ukraine-Krieg, Corona-Pandemie: Angesichts der aktuellen Krisen wünschen sich viele Bürgerinnen und Bürger einen Staat, der Verantwortung übernimmt und handelt. Der Neoliberalismus und sein Glaube an die "heilende Wirkung des Markts" hat offenbar ausgedient. Manche Expertin und mancher Experte befürchtet deshalb eine anbrechende Ära des "Neodirigismus", in dem der Staat lenkt und leitet. Wie zeitgemäß sind diese Konzepte noch angesichts weitreichender Transformationen wie Digitalisierung und Dekarbonisierung? Darüber diskutieren internationale Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler in der Hybrid-Tagung "Jenseits von Neoliberalismus und Neodirigismus: Die Rolle des Staates neu denken" an der Akademie für Politische Bildung.

Starker Staat in Krisenzeiten

"Der Staat ist als Akteur gefragt", ist Mechthild Schrooten überzeugt. Die Professorin der Hochschule Bremen erklärt in der Hybrid-Tagung, warum nur ein starker Staat die Herausforderungen unserer Zeit bewältigen kann. Wie eine neue Industriepolitik aussehen könnte, ist das Thema von Philippa Sigl-Glöckner vom Dezernat Zukunft. Andreas Nölke von der Goethe-Universität Frankfurt am Main spricht über den Post-Corona-Kapitalismus und den Wandel vom liberalen zum organisierten Kapitalismus.

Was Deutschland aus der Pandemie lernen muss, erklärt Moritz Schularick von der Universität Bonn. Markus K. Brunnermeier von der Princeton University beschäftigt sich mit der Frage, wie eine resiliente Gesellschaft künftige Krisen besser meistert.

Alle Infos zur Tagung "Jenseits von Neoliberalismus und Neodirigismus"

Wir laden Sie am 15. und 16. Juli in die Akademie für Politische Bildung am Starnberger See ein. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie hier. Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 85 Euro (ermäßigt 50 Euro). Die Online-Teilnahme ist kostenlos.


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