Panama, Paradise, Pandora

Tagung zu Steuerwettbewerb und Steuerhinterziehung

Steuervermeidung und Steuerhinterziehung sind Alltag in den Industrieländern. Das haben spätestens die Enthüllungen der Panama, Paradise und Pandora Papers gezeigt. Wie dieses System die Ungleichheit in den Gesellschaften zementiert und welche Gegenmittel der Politik zur Verfügung stehen, ist Thema der Tagung "Panama, Paradise, Pandora" am 14. und 15. Juni 2022 an der Akademie für Politische Bildung.


Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 31.05.2022

Von: Beate Winterer / Foto: iStock/ricochet64

Programm: Panama, Paradise, Pandora

Die investigativen Recherchen zu den Panama, Paradise und Pandora Papers haben gezeigt, dass multinationale Konzerne und Privatpersonen jährlich Hunderte Milliarden Euro in Steueroasen wie Panama, die Bahamas oder die Cayman Islands verschieben. Das globale Offshore-Finanzsystem ist eng mit den Industrienationen verstrickt. Von der Steuervermeidung zur Steuerhinterziehung ist es oft nur ein schmaler Grat. Leidtragende sind die öffentlichen Haushalte weltweit. Vermögens- und Einkommensungleichheiten werden innerhalb und zwischen den Ländern dieser Welt nicht nur zementiert, sondern auch vergrößert. Wie bekämpft die Politik Steuerparadiese? Und wie erfolgsversprechend sind Initiativen wie die globale Mindeststeuer für Unternehmen, die die OECD ins Leben gerufen hat? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Tagung "Panama, Paradise, Pandora: Vom Steuerwettbewerb zur Steuerhinterziehung" an der Akademie für Politische Bildung.

Vermögen, Kapital und Sanktionen

Katharina Pistor von der Columbia Law School erklärt, wie Kapital geschaffen wird und warum dieses System einer der wichtigsten Gründe für die Ungleichheit in unserer Gesellschaft ist. Über Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland spricht Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Warum Sanktionen gegen russische Oligarchen nicht effektiv sind und was Offshore-Steuerparadiese damit zu tun haben, erklärt Scilla Alecci vom International Consortium of Investigative Journalism (ICIJ), das bei der Veröffentlichung der Panama Papers 2016 eng mit der Süddeutschen Zeitung zusammengearbeitet hat.

Die Bekämpfung von Steueroasen auf europäischer und internationaler Ebene

Sarah Godar vom EU Tax Observatory spricht über neue Formen des Steuerwettbewerbs in der EU. Über die Fragen, was gegen Steuerwettbewerb und Steueroasen getan werden kann und wie Steuerkooperation auf EU- und internationaler Ebene funktioniert, diskutieren auf dem Podium

  • Petra Blum (Recherchekooperation WDR/NDR/SZ)
  • Konrad Duffy (Bürgerbewegung Finanzwende)
  • Roland Franke (Stiftung Familienunternehmen und Politik)
  • Christoph Trautvetter (Netzwerk Steuergerechtigkeit)

Alle Infos zur Tagung "Panama, Paradise, Pandora: Vom Steuerwettbewerb zur Steuerhinterziehung"

Wir laden Sie am 14. und 15. Juni in die Akademie für Politische Bildung am Starnberger See ein und bitten Sie, die Tagung anzukündigen. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie hier.

Journalistinnen und Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Expertinnen und Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referentinnen und Referenten.

Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 85 Euro (ermäßigt 50 Euro). Berichterstatterinnen und Berichterstatter zahlen keine Tagungsgebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unser Pressereferat (Tel. 08158/256-86, b.winterer@apb-tutzing.de).

Die Akademie für Politische Bildung

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.


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