Digitaler Souverän Europa?

Tagung sucht Wege aus der technologischen Abhängigkeit

Bei der Entwicklung digitaler Technologien dominieren nicht-europäische Plattformen und Europa findet sich häufig in einem Abhängigkeitsverhältnis wieder. Wie die EU digitale Souveränität erlangt und wie sich europäische Werte im digitalen Raum verankern lassen, diskutieren Expertinnen und Experten in der Tagung "Digitaler Souverän Europa?" der Akademie für Politische Bildung und acatech am 22. und 23. April.


Tutzing / Einladung / Online seit: 16.03.2022

Von: Beate Winterer / Foto: iStock/BirgitKorber

Programm: Digitaler Souverän Europa

Online-Anmeldung

Google, Facebook, Alibaba: Im Internet besitzen Unternehmen aus den USA und China inzwischen mehr als 90 Prozent des Marktanteils. Sieben Super-Plattformen, darunter auch Microsoft und Amazon, generieren den Großteil der digitalen Einnahmen weltweit. Damit bestimmen die Plattformen den Wettbewerb und legen die Regeln fest, die oft jenseits europäischer Werte und demokratischer Kontrolle liegen. Europa steckt in der technologischen Abhängigkeit und braucht dringend eine Digitalstrategie. Die Tagung "Digitaler Souverän Europa?" der Akademie für Politische Bildung und acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften sucht nach Wegen aus der digitalen Abhängigkeit.

Wie gelingt die digitale Souveränität?

Über Entstehung und Facetten technologischer Abhängigkeiten diskutieren Thomas Hahn, Chief Expert Software der Siemens AG, Reinhard Ploss, acatech-Präsident und ehemaliger Vorsitzender des Vorstandes der Infineon Technologies AG, Christina Schmidt-Holtmann vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Helmuth Trischler, Forschungsdirektor des Deutschen Museums und acatech-Präsident Jan Wörner. Welche strukturellen Voraussetzungen für eine digitale Souveränität Europas notwendig sind, ist Thema einer Debatte mit Peter H. Ganten, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für digitale Souveränität, Julia Hess von der Stiftung Neue Verantwortung und Lukas Klingholz von Bitcom e.V.

Technologische Unabhängigkeit durch Innovation

Welche Bedeutung digitale Souveränität für unsere Demokratie hat, erklärt Akademiedirektorin Ursula Münch. Wieland Holfelder, Vice President Engineering bei Google Germany, zeigt, wie eine Cloud nach europäischen Maßstäben aussehen könnte.

Meilensteine und Ziele der EU bis 2030 stellt Peter Martin von der Europäischen Kommission vor. Welche Ideen bereits praktisch umgesetzt werden, erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Vorträgen zu Fallbeispielen:

  • Quantentechnologie (Tommaso Calarco, Forschungszentrum Jülich)
  • Smart City / Smart Region: Digitale Transformation von Städten und Regionen (Matthias Brucke, Gründer und Inhaber embeteco)
  • Datenräume: GAIA-X als europäische Cloud-Alternative (Peter Kraemer, acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften)

Alle Infos zur Tagung "Digitaler Souverän Europa?"

Wir laden Sie am 22. und 23. April in die Akademie für Politische Bildung am Starnberger See ein. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie hier. Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 85 Euro (ermäßigt 50 Euro).


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