Ein Alpensteingarten für den Akademiepark

Werkstattgespräch mit Gerd Weber

Der 32.000 Quadratmeter große Park der Akademie für Politische Bildung ist um eine Attraktion reicher. Gerd Weber hat dort einen Alpensteingarten und eine Bergblumenwiese angelegt, um Tagungsgästen die Artenvielfalt der Flora in den Alpen und im Alpenvorland näherzubringen - und um Insekten und anderen Tieren einen Lebensraum zu bieten. In der neuesten Folge unserer Video-Serie "Werkstattgespräch" erzählt er mehr über das Projekt.


Tutzing / Aus der Akademie / Online seit: 02.07.2021

Von: Antonia Schatz / Foto: Antonia Schatz

# Ökologie und Nachhaltigkeit

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Die Blüten des Edelweißes kommen langsam zum Vorschein, zwischen zwei Gesteinsbrocken beginnt die Bergrose zu blühen und auch eine kleine Latschenkiefer wendet sich schon gen Himmel. Bald sollen im Alpensteingarten der Akademie für Politische Bildung noch mehr Pflanzen blühen und gedeihen. Gerd Weber betreut das Projekt im Akademiepark. "Ziel ist es, den Gästen der Akademie zu zeigen, was in den Alpen und im Alpenvorland alles wächst, wie es da aussieht", erzählt er. Eine Infotafel, die demnächst dazukommt, soll die Flora genauer erklären. Und am Empfang der Akademie soll es beispielsweise getrocknete Edelweiß als Souvenir geben.

Rund 30 Tonnen Steine und 40 Kubikmeter Humus hat Weber für den Alpensteingarten in den 32.000 Quadratmeter großen Akademiepark gebracht. Darauf wachsen nun mehr als 250 verschiedene Pflanzen. Neben Bergrosen und Latschenkiefern auch Rhododendron, Zwergdisteln, Mädchenaugen und verschiedenste Gräser. "Alles was resistent ist und unserer Natur und den Insekten gut tut", sagt Weber. Dazu zählt auch eine Bergblumenwiese, die er nebenan angelegt hat. 

Den Nachbarn dürfte das gefallen. In unmittelbarer Nähe zum Alpensteingarten und der Bergblumenwiese leben seit 2018 mehrere Bienenvölker. Und die profitieren besonders von vielseitig bepflanzten Flächen. In guten Jahren produziert jedes Volk rund 30 Kilogramm Honig. Der Akademiepark bietet auch für zahlreiche andere Insekten, Vögel, Igel und Eichhörnchen einen Lebensraum. Schon seit 2001 achtet die Akademie darauf, die Artenvielfalt auf ihrem Gelände zu schützen. Das Parkpflegekonzept teilt die Anlage in drei Zonen, die zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr gemäht werden. Das gibt Pflanzen genug Zeit zum Aussamen und Insekten Lebensraum. Insektizide und Pestizide, die Insekten töten oder schwächen, verwenden die Gärtner gar nicht.


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