Wie gelingt gute Wissenschaftskommunikation?

Online-Tagung zu Forschung und Öffentlichkeit

In Krisen blickt die Öffentlichkeit auf die Wissenschaft. Ihr Wunsch nach einfachen Antworten kollidiert mit den Ambivalenzen und Unsicherheiten der Forschung. Wie gute Wissenschaftskommunikation dennoch gelingt, ist Thema der Online-Tagung "Wissenschaftskommunikation in Zeiten von Wissenschaftsskepsis und Medienwandel" der Akademie für Politische Bildung und acatech am 20. und 21. Mai 2021.


Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 10.05.2021

Von: Beate Winterer / Foto: iStock/Urupong

Programm: Wissenschaftskommunikation in Zeiten von Wissenschaftsskepsis und Medienwandel

Als der Virologe Hendrik Streeck im März im ZDF-Talk von Markus Lanz auf seine teils viel diskutierten Aussagen zum Corona-Virus angesprochen wurde, gab er zu, vom Umgang mit den Medien in dieser Zeit "komplett überfordert" gewesen zu sein. Zunächst ist das nicht verwunderlich: Wissenschaftler kommunizieren in der Regel mit anderen Wissenschaftlern, nicht mit der breiten Öffentlichkeit oder Journalisten. Themen wie Corona oder der Klimawandel steigern aber die Erwartungen an die Wissenschaftskommunikation. Sie soll komplexe Sachverhalte verständlich machen und Orientierung geben. Doch der Wunsch nach eindeutigen Aussagen kollidiert oft mit den Widersprüchen und Unsicherheiten der Forschung. Die Online-Tagung "Wissenschaftskommunikation in Zeiten von Wissenschaftsskepsis und Medienwandel" der Akademie für Politische Bildung und acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Möglichkeiten der Wissenschaftskommunikation.

Podiumsdiskussion mit dem Wissenschaftsminister

"Was ist (gute) Wissenschaftskommunikation?", fragt Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums und Inhaber des Oskar von Miller-Lehrstuhls für Wissenschaftskommunikation der TU München, in seinem Vortrag zu den Herausforderungen, Zielen und Perspektiven des Gebiets. Über Erwartungen an die Wissenschaftskommunikation spricht er in einer Diskussionsrunde mit:

  • Bernd Sibler (Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst)
  • Cordula Kleidt (Leiterin des Referats Wissenschaftskommunikation im Bundesministerium für Bildung und Forschung)
  • Andrea Stegemann (Chefredakteurin "bild der wissenschaft")
  • Gabriele Christ-Devlin (Referentin für Wissenschaftskommunikation, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst)
  • Jan Wörner (Präsident acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften)
  • Ursula Münch (Direktorin der Akademie für Politische Bildung)

Wissenschaft als Unterhaltung und Workshops zu Klimawandel und Impfen

Welchen Unterhaltungswert Wissenschaftskommunikation besitzt, ist das Thema des Kabarettisten Ecco Meineke und von acatech-Mitarbeiter Marc-Denis Weitze. Die beiden zeigen eine Aufführung und sprechen darüber, ob Wissenschaftskabarett Türen in die Gesellschaft öffnen kann. Ortwin Renn vom Institute for Advanced Sustainability Studies spricht in seinem Vortrag über gefühlte Wahrheiten und die Wechselwirkungen von Wissenschaft und Gesellschaft.

In Arbeitsgruppen beschäftigen sich die Teilnehmer mit der Rolle der Wissenschaftler in der Wissenschaftskommunikation und dem Konflikt Nachrichtenwert vs. Inhaltstiefe in der Medienberichterstattung. Außerdem erarbeiten sie in einer praktischen Einheit Strategien, wie die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Klimawandel und (Impf-)Medizin gelingen kann.

Alle Infos zur Online-Tagung "Wissenschaftskommunikation in Zeiten von Wissenschaftsskepsis und Medienwandel"

Wir laden Sie am 20. und 21. Mai ein, an der Online-Tagung "Wissenschaftskommunikation in Zeiten von Wissenschaftsskepsis und Medienwandel" über die Videokonferenzplattform Zoom teilzunehmen und bitten Sie, die Veranstaltung anzukündigen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie hier. Den Zugangslink zur Veranstaltung erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer per E-Mail.

Die Akademie für Politische Bildung

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.


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