Politische Bildung in Zeiten des Umbruchs

Problemverursacher oder Problembewältiger?

Die repräsentative Demokratie ist in die Defensive geraten. Populismus und Nationalismus gewinnen Aufwind. Der demografische Wandel und die Digitalisierung bringen Ungewissheiten mit sich. Was bedeuten diese Umbrüche für die politische Bildung? Darüber diskutieren Experten auf der Tagung "Problemverursacher oder Problembewältiger?" am 6. und 7. November 2020 in der Akademie für Politische Bildung.


Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 20.10.2020

Von: Beate Winterer / Foto: Beate Winterer

Programm: Problemverursacher oder Problembewältiger?

Auch die politische Bildung ist vor dem Coronavirus nicht sicher. Ihre Arbeit und ihre Träger werden von Teilen der Bevölkerung - wie Politiker und Virologen - als Instrument des Establishments missverstanden. Gleichzeitig gelten ihre Konzepte, Methoden und Formate als angestaubt. Damit verstärkt die Pandemie bereits existierende Probleme: die Krise der repräsentativen Demokratie und den Erfolg populistischer und nationalistischer Bewegungen. Wie die politische Bildung diesen Herausforderungen mit einem zeitgemäßen Angebot begegnen kann, diskutieren Experten auf der Tagung "Problemverursacher oder Problembewältiger" an der Akademie für Politische Bildung in Tutzing.

Politische Bildung im 21. Jahrhundert

Sandra Busch-Janser von der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt, wie digitale politische Bildung durch virtuelle und analoge Erlebnisse gelingen kann. Dennis Lange von den Waldrittern, einem Verein für diversitätssensible außerschulische Jugendbildung, präsentiert Alternate Reality Games als Methode der politischen Bildung. Die Spiele vermischen verschiedene Medien und verwischen die Grenze zwischen Realität und Fiktion. Politische Bildung an den Graswurzeln ist das Thema von Laura-Kristine Krause von More in Common. Der Verein baut mit seinen Projekten gesellschaftliche Brücken und fördert den Zusammenhalt.

Political Correctness in der politischen Bildung

Wie politisch korrekt darf und soll politische Bildung sein? Führt Political Correctness zum Schutz von Minderheiten oder zum Sprechverbot? Darüber diskutieren auf dem Podium:

  • Arno Frank (Kulturjournalist und Publizist)
  • Sandra Kostner (Pädagogische Hochschule Schwäbisch-Gmünd)
  • Tanja Thomas (Eberhard-Karls-Universität Tübingen)
  • Ursula Münch (Akademie für Politische Bildung)

Alle Infos zur Tagung "Problemverursacher oder Problembewältiger?"

Wir laden Sie am 6. und 7. November in die Akademie für Politische Bildung am Starnberger See ein und bitten Sie, die Tagung anzukündigen. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie hier. Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referenten.

Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 75 Euro (ermäßigt 45 Euro). Berichterstatter zahlen keine Tagungsgebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unser Pressereferat (Tel. 08158/256-86, b.winterer@apb-tutzing.de).

Die Akademie für Politische Bildung

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdisziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politische Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspolitik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, fördert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.


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