Zentrum gegen Peripherie

Tagung zu auseinanderdriftenden Regionen am 18. und 19. September

Boomende Großstädte und abgehängte Dörfer: Deutschland entwickelt sich zu einem Land der Gegensätze. Beschleunigen demografischer Wandel, digitaler Wandel und Klimawandel das Auseinanderdriften der Regionen nur? Oder bieten die aktuellen Transformationen auch Chancen für den ländlichen Raum? Das ist Thema der Tagung "Zentrum gegen Peripherie" am 18. und 19. September.


Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 03.09.2020

Von: Beate Winterer / Foto: Pixabay License/Igor Link

Programm: Zentrum gegen Peripherie

Deutschland ist immer weniger ein Land der Gleichwertigkeit, sondern vielmehr eines der Verwerfungen. Die Regionen driften auseinander, angetrieben auch von demografischem Wandel, digitaler Transformation und Klimawandel. Großstädte wachsen, Dörfer verwaisen. Die Herstellung "gleichwertiger Lebensverhältnisse", wie sie das Grundgesetz fordert, mutet fast utopisch an. Wie wirkt sich dieses Ungleichgewicht auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die politische Kultur und das Demokratieverständnis aus? Und bergen die gegenwärtigen Transformationen vielleicht auch neue Potenziale für den ländlichen Raum? Diesen Fragen geht die Tagung "Zentrum gegen Peripherie" in der Akademie für Politische Bildung nach.

Antonia Milbert vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung zeigt, wie sich die Lebensbedingungen innerhalb Deutschlands unterscheiden. Die Auswirkungen des digitalen und des demografischen Wandels auf die regionalen Wirtschaftsräume untersucht Joachim Ragnitz vom ifo Institut. Lukas Haffert von der Universität Zürich beleuchtet die Brüche im Demokratieverständnis zwischen Land und Metropolen.

Transformationen als Chance oder Risiko?

Welche Möglichkeiten neue Mobilitätsformen für Stadt und Land bieten, ist das Thema von Weert Canzler, Leiter der Forschungsgruppe Digitale Mobilität und gesellschaftliche Differenzierung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. Daniela Boß aus der Abteilung Stadt- und Regionalentwicklung der Universität Bayreuth und Lena Reibstein vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung analysieren, ob erneuerbare Energien und smarte Technologien zu Motoren der Regionalentwicklung werden können. Wie der Staat abgehängten Regionen helfen kann, diskutieren auf dem Podium

  • Hans-Peter Klös (Geschäftsführer des Instituts der deutschen Wirtschaft)
  • Mark Michaeli (Lehrstuhlinhaber für Sustainable Urbanism der TU München)
  • Klaus Ulrich (Abteilungsleiter Landesentwicklung im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie)

Alle Infos zur Tagung "Zentrum gegen Peripherie"

Wir laden Sie am 18. und 19. September in die Akademie für Politische Bildung am Starnberger See ein und bitten Sie, die Tagung anzukündigen. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie hier. Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referenten.

Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 75 Euro (ermäßigt 45 Euro). Berichterstatter zahlen keine Tagungsgebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unser Pressereferat (Tel. 08158/256-86, b.winterer@apb-tutzing.de).

Die Akademie für Politische Bildung

Die Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See ist ein interdis-ziplinäres Forum für Wissenschaft, Politik und Bildungsarbeit, ein Zentrum für politi-sche Bildung sowie eine Forschungseinrichtung. Sie befasst sich mit aktuellen und grundsätzlichen Themen der nationalen und internationalen Politik, Verfassungspoli-tik, gesellschaftlichen Entwicklungen, Zeitgeschichte und politischer Philosophie. Vom Bayerischen Landtag 1957 als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet, för-dert sie politische Bildung überparteilich. Sie ist eine einzigartige Institution in der deutschen Bildungslandschaft. Direktorin ist die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch.

 


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