Bestimmen Algorithmen unsere Kommunikation?

Tagung zum Strukturwandel der Öffentlichkeit vom 15. bis 17. November

Bots, Fake News und sprachliche Verrohung in sozialen Medien: Die Digitalisierung verändert die Öffentlichkeit. Welche Auswirkungen hat dies auf die politische Kommunikation? Wie verändert sich die Rolle der traditionellen Medien? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns in der Akademie für Politische Bildung vom 15. bis 17. November auf der Tagung "Von der analogen zur hybriden Öffentlichkeit".


Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 24.10.2019

Von: Beate Winterer / Foto: Pixabay License/Thomas Ulrich

Programm: Von der analogen zur hybriden Öffentlichkeit

Die Digitalisierung beeinflusst nicht nur unser privates Leben, sie zeigt auch Auswirkungen auf die Öffentlichkeit. Soziale Medien übernehmen die Funktion eines digitalen Versammlungsortes, traditionelle Medien verlieren dagegen an Bedeutung. Diese Entwicklung wird begleitet von einer Fragmentierung des öffentlichen Raums. Es entstehen Miniöffentlichkeiten, die für einen Meinungsaustausch kaum offenstehen und zur Polarisierung neigen. Gleichzeitig eröffnen sich durch soziale Medien aber neue Potentiale für die Demokratie. Im Rahmen der Tagung "Von der analogen zur hybriden Öffentlichkeit" diskutieren wir in der Akademie für Politische Bildung diese Entwicklung und ihre Auswirkungen auf die Medien, die mediale Rezeption sowie die politische Kommunikation und Debattenkultur.

Hate Speech vs. digitale Demokratie

Katharina Kleinen-von Königslöw von der Universität Hamburg setzt sich mit dem Einfluss von Algorithmen, Big Data und Bots auf die Meinungsbildung auseinander. Über sprachliche Verrohung und Hate Speech spricht Thomas Niehr von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule. Teresa Naab von der Universität Augsburg geht der Frage nach, ob wir auf dem Weg zur digitalen Demokratie sind.

Das Vertrauen in digitale und analoge Medien ist Thema unserer Podiumsdiskussion mit Experten aus Wissenschaft und Journalismus. Dazu halten die Teilnehmer folgende Impulsvorträge:

  • Medien in der Vertrauenskrise? (Nayla Fawzi, LMU München)
  • Journalismus und Social Media: eine vertrauensbildende Beziehung? (Alexandra Borchardt, University of Oxford)
  • Vertrauen (wieder-)herstellen durch neue Publikations- und Diskursformate? (Peter Lindner, Süddeutsche Zeitung)

Alle Infos zur Tagung "Von der analogen zur hybriden Öffentlichkeit"

Wir laden Sie vom 15. bis 17. November in unser Bildungszentrum am Starnberger See ein und bitten Sie, die Tagung anzukündigen. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie hier. Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referenten.

Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 110 Euro (ermäßigt 65 Euro). Berichterstatter zahlen keine Tagungsgebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unser Pressereferat (Tel. 08158/256-86, b.winterer@apb-tutzing.de).

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