Das ganze Leben lang lernen

Denken am See in Kooperation mit der IG Metall und dem KAB Bildungswerk

Fachkräftemangel, Wandel des Arbeitsmarktes, Digitalisierung - diese Schlagwörter haben Hochkonjunktur. Welche Akzente müssen Unternehmen, der Staat und Arbeitgeber selbst setzen, um den Arbeitsmarkt zukunftssicher zu machen? In Kooperation mit der IG Metall und dem KAB Bildungswerk haben wir über lebensbegleitendes Lernen diskutiert.


Tutzing / Tagungsbericht / Online seit: 26.07.2019

Von: Pia Schäfer / Foto: Pia Schäfer

# Digitalisierung, Wirtschaft

Programm: Denken am See

Denken am See - Lebensbegleitendes Lernen

Flickr-Galerie © Akademie für Politische Bildung Tutzing (bitte klicken Sie, falls Ihr Browser die Galerie nicht lädt)

"Bildung muss sich um Menschen bemühen, muss Menschen Chancen geben", sagt Christof Prechtl von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. Beim Workshop "Denken am See" der Akademie für Politische Bildung, der IG Metall und dem KAB Bildungswerk haben sich Mitglieder und Vertreter von Gewerkschaften und Betriebsräten mit lebensbegleitendem Lernen beschäftigt.

Der Arbeitsmarkt ist in einem ständigen Wandel. Besonders die Digitalisierung stellt Arbeitgeber und Arbeitnehmer vor neue Herausforderungen. Ganze Berufsfelder verschwinden und neue entstehen. Viele Arbeitnehmer arbeiten heute nicht mehr in ihren gelernten Berufen. Um auf dem Arbeitsmarkt weiterhin attraktiv zu sein, ist es enorm wichtig, seine persönliche Qualifikation auszubauen. Weiterbildungsmaßnahmen sind allerdings ungleich verteilt. Je nach Region, Bildungsstand, Geschlecht und Einkommen unterscheiden sie sich signifikant.

Sven Rahner vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales plädiert dafür, in der Weiterbildung stärker auf die individuelle Perspektive einzugehen. Es müsse sowohl individuelle als auch kollektive Lösungen geben. Ein Beispiel ist die Förderung von Bildungszeiten, so hätten Arbeitnehmer die Möglichkeit, sich freistellen zu lassen, um zu studieren oder andere Zusatzqualifikationen zu erwerben.

Nicht nur der Staat, sondern auch die Unternehmen müssen Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen anbieten und fördern. Der Betriebsratsvorsitzende von Opel Eisenach Bernd Lösche berichtet, dass während Kurzarbeitszeiten die Mitarbeiter die Möglichkeit bekommen haben an Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Diese Angebote wurden positiv angenommen und viele Mitarbeiter konnten sich so in ihrem Arbeitsbereich weiterbilden.


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