Brennpunkte europäischer Politik

Tagung vom 13. bis 15. Mai in Tutzing

Demografischer Wandel, digitale Transformation und Arbeit der Zukunft: Die großen Herausforderungen der Zukunft betreffen nicht nur Deutschland, sondern auch die europäischen Nachbarn. Gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung diskutieren wir vom 13. bis 15. Mai über die "Brennpunkte europäischer Politik". Tagungsleiter Dr. Andreas Kalina von der Akademie für Politische Bildung erklärt, welche Probleme die Europäische Union in den kommenden Jahren lösen muss.


Tutzing / Pressemitteilung / Online seit: 03.05.2019

Von: Beate Winterer / Foto: Pixabay CC0/TheDigitalArtist

Programm: Brennpunkte europäischer Politik

Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)

Wo brennt es in Europa?
Der offensichtliche Brennpunkt ist die Migrationskrise. Er drängt alle anderen in den Hintergrund. Die EU muss sich aber auch um grundsätzliche Baustellen kümmern: den demografischen Wandel, die Digitalisierung und die Bildung in der digitalen Welt.

Worin liegen die Herausforderungen und betreffen sie die gesamte EU?
Der demografische Wandel ist für alle Staaten eine Herausforderung. Die Facetten sind verschieden, aber die Grundprobleme gleich. In gewisser Weise hängt die Migration damit zusammen. Europa muss sich Gedanken über Resettlement und die Anwerbung von Arbeitskräften machen, um Lücken zu füllen, die durch den demografischen Wandel entstehen. Bei der Digitalisierung liegt die Herausforderung darin, überall vergleichbare Infrastrukturen zu schaffen - in Deutschland wie in Rumänien und in München wie in Freyung. Zentraler sind aber die Nebenwirkungen: Wie verändern sich Wirtschaftszweige? Sind die Mitgliedstaaten in der Lage, gegenzusteuern, oder bedarf es europäischer Strategien? Und wie fasst man die Digitalisierung rechtlich, beispielsweise durch die Datenschutzgrundverordnung und das Urheberrecht? Außerdem müssen wir uns mit der Qualifizierung beschäftigen. Welche Kompetenzen brauchen wir in Zukunft? Das ist der dritte Brennpunkt. Bildungspolitik ist zwar Sache der Mitgliedstaaten. Trotzdem gibt es einen digitalen Binnenmarkt und möglicherweise bedarf er einer Harmonisierung - dafür ist wiederum Brüssel zuständig.

Wie geht die EU bisher mit diesen Brennpunkten um?
Die Brennpunkte stehen durchaus auf der Agenda der europäischen Politik. Die Verhandlungen laufen aber unter der Aufmerksamkeitsschwelle der Bürger. Es droht die Situation, dass die europäischen Institutionen Politiken etablieren, die erst auffallen, wenn sie umgesetzt sind - und dann Widerspruch auslösen. Eine Demokratie sollte so funktionieren, dass sich die Bevölkerung während des Prozesses an der Willensbildung beteiligt. Ich erachte es für zentral, dass diese Brennpunkte in der politischen Bildung thematisiert werden, um die Bürger zu sensibilisieren.

Wie kann das gelingen?
Unter anderem durch Planspiele, die Methode der politischen Bildung schlechthin. Sie kommen gut an und geben Inhalte weiter - auch bei einer heterogenen Teilnehmerschaft. Auf der Tagung "Brennpunkte europäischer Politik" testen wir deshalb ein Planspiel zur Zukunft und Reformfähigkeit der Union.

 

Alle Informationen zur Tagung "Brennpunkte europäischer Politik"

Wir laden Sie vom 13. bis 15. Mai in unser Bildungszentrum am Starnberger See ein und bitten Sie, die Tagung "Brennpunkte europäischer Politik" anzukündigen. Anmeldung und komplettes Programm finden Sie hier. Die Tagung richtet sich an Mitarbeiter in der politischen Bildung, Wissenschaftler und Studierende. Journalisten bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, mit Experten ins Gespräch zu kommen. Gerne ermöglichen wir im Rahmen der Tagung persönliche Interviews mit den Referenten.

Die Tagungsgebühr beträgt mit Übernachtung und Verpflegung 60 Euro (ermäßigt 45 Euro). Berichterstatter zahlen keine Tagungsgebühr und wenden sich zur Anmeldung bitte an unser Pressereferat (Tel. 08158/256-86, b.winterer@apb-tutzing.de).

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