In der Region daheim. In der Welt erfolgreich?

Wie sich Unternehmer in der globalisierten Welt behaupten / Diskussionsforum gemeinsam mit der gwt Starnberg

Tutzing/Starnberg / Pressemitteilung Tagungsbericht / Online seit: 28.02.2018

Von: Sebastian Haas

# Wirtschaft / Globalisierung

In der Region StarnbergAmmersee wirken weltweit agierende Unternehmen und Hidden Champions. Verwurzelt sind sie aber im und um den Landkreis herum: Unternehmer, ihre Familien und Mitarbeiter engagieren sich hier sozial oder politisch. Doch wer international erfolgreich sein will, muss Entwicklungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft frühzeitig erkennen und darauf reagieren. Mit einer gemeinsamen Veranstaltung stellten Akademie für Politische Bildung und die Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung im Landkreis Starnberg (gwt) das aktuelle politische und gesellschaftliche Geschehen in Zusammenhang zu den unternehmerischen Perspektiven der Region.


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Flickr-Galerie © Akademie für Politische Bildung Tutzing

An gwt-Geschäftsführer Christoph Winkelkötter und dem Vorsitzenden des IHK-Regionalausschusses Starnberg Martin Eickelschulte (EICKELSCHULTE AG) war es, die Vorzüge der Region StarnbergAmmersee vorzuheben: „Wir sind sehr stolz darauf, in unserer Region viele Weltmarktführer und Hidden Champions zu haben, die sich allesamt hier sehr wohl fühlen und die bestmöglichen Voraussetzungen haben, um international erfolgreich zu sein", erklärte Winkelkötter. "Diese innovativen Unternehmen sind für uns wiederum äußerst wertvoll, denn sie bringen unsere gesamte Region wirtschaftlich voran, leisten Pionierarbeit und wirken als Magnet für andere Branchen."

Warnung vor der Rentnerregion

Regionale, nationale und internationale Dimensionen des Wirtschaftens bestimmten die Podiumsdiskussion vor 100 Zuhörern und Mitdiskutanten im Auditorium der Akademie für Politische Bildung. Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses des Bayerischen Landtags Erwin Huber (CSU) betonte dabei, wie wichtig ein stetiges Wirtschaftswachstum ist, um in einer alternden Gesellschaft die Sozialsysteme zu finanzieren. Den Unternehmerinnen und Unternehmern riet er, die Chancen der digitalisierten Wirtschaft aktiv zu nutzen. Das veranlasste den Vorstandsvorsitzenden des Unternehmerverbandes Wirtschaftsförderung Landkreis Starnberg, Michael Padberg (PTC Telecom), zur Forderung an die Politik, zunächst einmal für einen Ausbau der Infrastrukturen zu sorgen - egal ob in Bezug auf Breitbandanschlüsse, Verkehr oder Wohnraum. Auch der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, Josef Bittscheid, warnte: Die extrem wohlhabende Region könne ohne gezielte Förderung und Innovation schnell zu einer "Rentnerregion" werden. Denn gerade die junge Generation fühle sich eher von "arm und sexy" angezogen statt von "reich und langweilig (und teuer)".

Das Wirtschafts- und Demokratiesystem steht infrage

Diese Diskussion spielt sich inmitten eines Wandels der politischen Rahmenbedingungen ab. Akademiedirektorin Ursula Münch erläuterte anhand von sieben Beobachtungen, was das (weltweite) Wirtschaften immer komplexer und womöglich auch riskanter macht:

  1. Politische Unwägbarkeit und die Fokussierung auf angeblich starke Persönlichkeiten.
  2. Die Schwierigkeit, global geltende Normen durch internationale Kontrollorgane zu sichern.
  3. Eine staatszentrierte Machtpolitik, die auch die Wirtschaft "zunehmend von den Launen größerer und kleinerer Despoten abhängig macht".
  4. Der strukturelle Wandel verursacht viele Verlierer, die ungleiche Verteilung der Vermögen nimmt zu. Das führt zur Elitenverdrossenheit gegenüber Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.
  5. Die Ökonomisierung der Sicherheitspolitik.
  6. Der Beginn des "Chinesischen Jahrhunderts" mit der Neuen Seidenstraße als größtes je dagewesenes Infrastrukturprojekt.
  7. Der vermeintlich erfolgreiche chinesische Staatskapitalismus setzt das westliche Demokratieverständnis (Verhandlungen, Konsens, Mitbestimmung und Langsamkeit) unter Druck.

Die Veranstaltung "Unternehmen in der globalisierten Welt" war eine Kooperation der Akademie für Politische Bildung mit der gwt Starnberg GmbH / Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung im Landkreis Starnberg mbH. Deren Geschäftsführer Christoph Winkelkötter äußerte sich dazu folgendermaßen: „Die Akademie verbindet Unabhängigkeit und Überparteilichkeit mit wissenschaftlichen Sachverstand: Die Tagungen weiten den fachlichen Horizont und wecken Verständnis für politische, historische und wirtschaftliche Zusammenhänge. Dieses Forum für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft unterstützt Führungskräfte wie Mitarbeiter darin, sich auch in politisch bewegten Zeiten Orientierungspunkte zu erschließen. Wir freuen uns sehr, für diese Veranstaltung mit der Akademie für politische Bildung zu kooperieren. Schließlich gehört die Akademie zu den renommiertesten Tagungsstätten bundesweit."

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Prof. Dr. Ursula Münch
Tel: 08158 / 256-47
E-Mail

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Unternehmen der Region in der globalisierten Welt


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