Alles Wichtige zum Berufsstart

Junge Journalistinnen und Journalisten, etablierte Experten und Visionäre des Digitalen diskutieren bei Tutzinger Journalistenakademie

Wer als Journalist arbeiten will, muss sich auf etwas gefasst machen. Die digitale Revolution in Staat und Gesellschaft krempelt die Medienlandschaft um und sorgt dafür, dass ein Journalist – scheinbar – immer mehr gleichzeitig können muss: Immer mehr und komplexere Themen in immer kürzerer Zeit bearbeiten, am besten gleichzeitig in Print, Audio, Foto und Video; die Reaktionen des Publikums auf allen Rückkanälen beantworten und das, was in den Sozialen Netzwerken passiert, als Quelle für weitere Recherchen nutzen. Was tun? An der Akademie für Politische Bildung haben junge Journalistinnen und Journalisten, die, die es einmal werden wollen, digitale Vorreiter und weitere etablierte Experten einen Überblick darüber gegeben, wie und an welchen Projekten Journalisten im Jahr 2016 – und hoffentlich auch noch danach – arbeiten.


Bildergalerie

Flickr APB Tutzing

Flickr-Galerie © Akademie für Politische Bildung Tutzing

Kleine Blogeinträge zu den verschiedenen Panels gibt es auf den Seiten von Medium.com. Wir danken unserem Kooperationspartner afk.tv und den Berichterstattern für Ihre Texte!

Wo es vom gleichen Startpunkt aus hingehen kann

Andrea Rexer und Iris Tietze absolvierten ihr Studium an der Universität Passau und waren Teilnehmer des studienbegleitenden Zeitungsvolontariats der Passauer Neuen Presse. Mittlerweile ist Andrea Rexer leitende Redakteurin Finanzen bei der Süddeutschen Zeitung und Iris Tietze Redakteurin für das Wirtschaftsmagazin Lebensmittelzeitung. Für beide lautet das Erfolgsrezept für den Berufseinstieg in den Print-Journalismus: das klassische Volontariat – und Praktika, Praktika, Praktika. Schließlich haben beide ihre jetzigen Stellen genau diesem Ansatz zu verdanken. Andrea Rexer empfahl außerdem, sich trotz eines klaren Berufsziels immer offen für Zufälle und spontane Angebote zu bleiben. Trotz aller Zweifel an und innerhalb der Journalismus-Branche bestärkte sie die jungen Tagungsteilnehmer: fähige Journalisten werden mehr denn je gebraucht und gerade die jungen durch Social Media verstärkt einbezogen.

Wichtig fürs Digitale: VR und Verifizierung

Aline-Florence Buttkereit, Projektleiterin für Vernetzung beim MedienNetzwerk Bayern, brachte die Virtual Reality in die Akademie. Noch sei nicht vorauszusehen, wie sich diese technische Neuerung auf dem Markt etabliere, die gesamte Branche befinde sich in einer „Trial and Error“-Phase. Dennoch: der Hype um „Pokémon GO“ zeigt, dass Virtual Realtiy schwer angesagt ist.

Christian Simon (Mitglied der aktuellen Lehrredaktion an der Deutschen Journalistenschule, beschäftigt beim Mediendienst turi2 und beim Social-Media-Watchblog) informierte über Verifizierung im digitalen Journalismus.  Diese ist von großer Bedeutung, da bei aktuellen Themen immer der „Alptraum jedes Journalisten“ wahr werden kann: eine Falschmeldung herauszugeben. Christian Simon zeigte verschiedene Möglichkeiten auf, um den Echtheitsgehalt einer Meldung zu überprüfen – die Bilder-Rückwärtssuche von Google zum Beispiel. Generell sollte man sogenannten Breaking News stets mit Skepsis begegnen, und gerade als Journalist seine Quellen natürlich immer gründlich recherchieren.

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