Schule ohne Rassismus!

Für eine verantwortungsvolle und tolerante Gesellschaft / Training gegen Diskriminierung

Tutzing / Tagungsbericht / Online seit: 15.01.2015

Von: Beryll Kunert

# Bildung und Wissenschaft

Download: "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" aktivcoach 2015

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Flickr APB Tutzing

Flickr-Galerie © Akademie für Politische Bildung Tutzing

Gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Homophobie: das Schülernetzwerk Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage trainierte zwei Tage lang in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Institut der Landeshauptstadt München und der Akademie für Politische Bildung elf Schülerinnen und Schüler.

Durch verschiedene Methoden und didaktische Mittel lernten die Teilnehmer, wie schnell Ausgrenzung geschehen kann, wie schwierig richtige Kommunikation ist und wie sehr Vorurteile ein gutes Miteinander behindern. So sollten die Schüler in einer Übung des aktivcoach-Trainings in Gruppen die Begriffe "Mehrheit" und "Minderheit" sowie "einzigartig sein" und "anders sein" definieren und dann gemeinsam mit den anderen diskutieren. Dass "anders sein" eine subjektive Wahrnehmung ist - und damit keine Eigenschaft des anderen, sondern etwas, das man selbst der Person zuschreibt - war Ergebnis und Lehre der Übung. Das Bergdorf-Spiel verdeutlichte, wie automatisch und unbedacht Ausgrenzung geschehen kann: fünf Schüler mussten vor die Tür gehen, während sich die restliche Gruppe ein Gesprächsthema ausdachte und drei Wörter aus dem Themenfeld durch andere ersetzte. Der Lehrer wurde zur Lampe, die Schüler zu Stühlen und die Schule zur Irrenanstalt. Für die Draußengebliebenen war es unmöglich, in der Folge am Gespräch teilzunehmen, sie saßen still auf ihren Plätzen. Die größere Gruppe grenzte die anderen automatisch aus - obwohl dies weder Teil der Spielregeln war und ihnen auch nicht verboten war, einem Hereinkommenden die umgewandelten Wörter zu erklären.

Durch diese Übungen, Diskussionen und Spiele wurden die Schüler trainiert und sensibilisiert, um selbst an ihren Schulen aktiv zu werden und gegen Diskriminierung zu agieren. Sie haben so die Möglichkeit ihre alltägliche Umgebung zu gestalten und andere Teilnehmer durch stetigen Erfahrungsaustausch über das Netzwerk zu helfen.

Schule ohne Rassismus ist das größte bestehende überparteiliche Schülernetzwerk Deutschlands und setzt damit dort an, wo Diskriminierung und Ausgrenzung oft beginnen: in der Schule. Das Netzwerk schult Schüler ab der 7. Klasse, die selbstverantwortlich an ihren Schulen als aktivcoach wirken. Unter dem Motto "aktiv in der Klasse, aktiv in der Schule, aktiv im Projekt" sollen vor allem Erfahrungen ausgetauscht werden und die Nachhaltigkeit des Projekts gefördert werden. Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage versucht, Schüler im Umgang mit Vorurteilen und Andersartigkeit zu sensibilisieren und so zu einer verantwortungsvollen und toleranten Gesellschaft beizutragen.


Weitere Informationen

Landeskoordination Bayern Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Bundeskoordination Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage


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