Politik beraten, Wissenschaft mitgestalten

Akademiedirektorin Ursula Münch wird ab Februar 2015 für drei Jahre Mitglied des Wissenschaftsrats

Tutzing/Köln / Aus der Akademie / Online seit: 16.01.2015

Von: Sebastian Haas

# Bildung und Wissenschaft

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Prof. Dr. Ursula Münch ist ab Februar 2015 für zunächst drei Jahre Mitglied im Wissenschaftsrat. Die von Bundespräsident Joachim Gauck und Bundesbildungsministerin Johanna Wanka unterzeichnete Ernennungsurkunde hat die Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing bereits erhalten. Für Ursula Münch ist es eine große Ehre, "künftig an der Arbeit dieses für die bundesdeutsche Wissenschaftspolitik bedeutenden Beratungsgremiums teilhaben zu dürfen".

Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Er hat somit eine doppelte Vermittlungsfunktion: zwischen Bund und Ländern einerseits, zwischen Wissenschaft und Politik andererseits. Akademiedirektorin Ursula Münch erläutert: "Bislang habe ich mich vor allem unter politikwissenschaftlichen Gesichtspunkten mit der Bildungs- und Wissenschaftspolitik im föderalen Kontext befasst – zum Beispiel in verschiedenen Aufsätzen für das Europäische Jahrbuch für Föderalismusforschung. Gleichzeitig habe ich durch die Zugehörigkeit zu verschiedenen Bildungseinrichtungen des Freistaates Bayern und des Bundes praktische Erfahrungen gesammelt. Nun als Mitglied des Wissenschaftsrats planend im kooperativen Föderalismus mitzuwirken, erfüllt mich mit großer Freude."

Auch Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle gratulierte Ursula Münch zur Berufung: „In diesem Gremium mitzuarbeiten, ist eine Auszeichnung und eine Würdigung der Arbeit, die Professorin Münch leistet, nicht nur als Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing, sondern auch als Professorin an der Universität der Bundeswehr München oder in wichtigen Gremien wie dem Hochschulrat der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Deshalb gratuliere ich Ursula Münch ganz herzlich. Ich freue mich darüber, dass damit einer ausgewiesenen Kapazität als Politik- und Sozialwissenschaftlerin auch besondere Einflussmöglichkeiten auf das Wissenschaftssystem in Deutschland eröffnet werden. Auf den persönlichen Meinungsaustausch in den Sitzungen freue ich mich schon jetzt.“

Nach dem Studium der Politikwissenschaft an der LMU wurde Ursula Münch 1999 zur Professorin für Politikwissenschaft an der Universität der Bundeswehr München berufen. Von 2009 bis 2011 wirkte sie dort als Dekanin der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften. Seit November 2011 ist sie Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing. Außerdem ist sie Mitglied verschiedener wissenschaftlicher und wissenschaftspolitischer Gremien, zum Beispiel im Hochschulrat der LMU, in der Wissenschaftlichen Kommission der Kommission für Zeitgeschichte, in der Abgeordnetenrechtskommission des Bayerischen Landtags oder als Vorsitzende im Kuratorium der Katholischen Stiftungsfachhochschule München. Ursula Münch folgt im Wissenschaftsrat auf Hildegund Holzheid, Präsidentin a. D. des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes und des Oberlandesgerichts München, die dem Gremium seit 2009 angehört hatte.


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