Kultur: 'Demokratie als Lebensform'

Ausstellung zu Theodor Heuss und Elly Heuss-Knapp: Vernissage in der Akademie 23. Oktober ab 19 Uhr

Tutzing / Kultur / Online seit: 21.09.2015

Von: Miriam Zerbel

# Kultur

Theodor Heuss und Elly Heuss-Knapp

Der erste Bundespräsident Theodor Heuss und Elly Heuss-Knapp, nicht nur die "Frau an seiner Seite"

Warum wollte der erste deutsche Bundespräsident Theodor Heuss das Deutschlandlied als Nationalhymne verhindern? Warum verbrannten die Nationalsozialisten seine Bücher? Wie gelang es seiner Frau Elly, Milliarden mit Handlesen zu verdienen? 

Hätten Sie es gewusst? Selbst wer all diese Fragen korrekt beantworten kann, ist in der Wanderausstellung „Demokratie als Lebensform“  gut aufgehoben. 
Bild-, Ton- und Filmdokumente erlauben den Blick auf den Weg des ersten deutschen Bundespräsidenten durch fünf Epochen deutscher Zeitgeschichte, vom Kaiserreich bis in die Bundesrepublik Deutschland. Die großen Zäsuren der deutschen Geschichte lassen sich an seinem Lebensweg verfolgen. Diesen Weg ist er nicht allein gegangen. Seine Ehefrau Elly Heuss-Knapp ist dabei  mehr als die „Frau an seiner Seite“.  Denn es machte ihr durchaus Spaß „in der Welt ein Röllele zu spielen“, selbst  wenn sie die geringen beruflichen Möglichkeiten von Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts beklagte. Ihr Leben wird in der Ausstellung in eigenen Einheiten präsentiert.

Das demokratische Gesicht Deutschlands

Interaktiv können Besucherinnen und Besucher Entscheidungen von Heuss und seiner Frau nachvollziehen. Damit lädt die Ausstellung dazu ein, über eigene Schwerpunkte in Politik und Gesellschaft nachzudenken.  Es sind die kleine Geschichten, die Theodor Heuss und seine Frau Elly Heuss-Knapp näher bringen: Seine Freude über seinen ersten Flug, ihre Bereitschaft sogar mir Handlesen Geld zu verdienen. 
Nach Theodor Heuss sind nicht nur Straßen und Schulen benannt, er hat sich als Mitgestalter des Grundgesetzes,  als Journalist und Politiker sein Leben lang für die Demokratie eingesetzt, nicht ohne dabei auch Fehler zu machen. Und doch hat er dazu beigetragen, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im In- und Ausland das zivile und demokratische Gesicht Deutschlands zu zeigen.

Für Schulklassen gut geeignet

Die Vernissage findet im Rahmen der Tutzinger Kulturnacht am Freitag, den 23. Oktober ab 19 Uhr in den Räumen der Akademie statt. Besichtigt werden kann die Wanderausstellung schon vorher und nachher: seit 17. September bis 13. Dezember, werktags von 9 bis 17 Uhr, am Wochenende auf Anfrage.
Die Ausstellung eignet sich besonders für Schulklassen aller Schularten ab der 8. Jahrgangsstufe. Die Akademie bietet 90-minütige Führungen an. Anmeldung und Informationen bei Antonia Kreitner, Telefon 08158/256-58, a.kreitner@apb-tutzing.de


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Dr. Manfred Schwarzmeier
Tel: 08158 / 256-52
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Kultur in der Akademie: Tutzinger Kulturnacht 2015


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