Jugend, Recht und rechtliche Probleme

Lehrerfortbildung zu Besuch im Polizeipräsidium München

München/Tutzing / Tagungsbericht / Online seit: 14.12.2014

Von: Beryll Kunert

# Verfassungsfragen

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Die Teilnehmer unserer Tagung "Jugend und Recht" gemeinsam mit Tagungsleiter Dr. Gero Kellermann im Polizeipräsidium München (Foto: Kunert).

Schülerinnen und Schüler werden häufig mit spezifischen, komplexen Rechtsfragen konfrontiert. Die Akademie für Politische Bildung vermittelte in Zusammenarbeit mit der Akademie für Lehrerfortbildung Dillingen Grundlagen relevanter Rechtsgebiete und Problemfelder und diskutierte die inhaltliche Umsetzung im Schulunterricht.

Was ist Pornographie? Was ist hier rechtlich erlaubt und was nicht? Dürfen Eltern ihrer 15-jährigen Tochter den Umgang mit ihrem Freund verbieten? Diese und andere Rechtsfragen bezüglich der Sexualität Jugendlicher beantwortete Sebastian Kempf. Außerdem thematisiert wurden arbeitsrechtliche Fragen beim Eintritt ins Berufsleben, der Mindestlohn und die zunehmende Bedeutung des europäischen Verbraucherschutzes. Kostenfallen beim mobilen Alleskönner Smartphone und die rechtlichen Hintergründe beim App-Kauf durch Minderjährige stellte Rechtsanwältin Tanja Wilkniss vor.

Zum besonders sensiblen Bereich des Jugendstrafrechts referierte der Leiter des Jugendgerichts München, Ludwig Kretzschmar, der vor allem für eine Unterscheidung zwischen manifestierter und einmaliger Jugendkriminalität plädiert. Bei der darauffolgenden Exkursion in die Pressestelle des Polizeipräsidiums München sprachen die ehemaligen Jugendbeamten Zeilmeir und Kappelmeier über Jugendkriminalität in München und deren Prävention. Kommissariatsleiter Stephan Mayr betonte eingangs, dass die Zahl der von Jugendlichen verübten Straftaten stetig zurückgeht. Die weit verbreitete Annahme, dass diese Straftaten dafür in ihrer Intensität und Brutalität zunähmen, sei auch nicht statistisch belegbar. Zeilmeir gab vielschichtige Einblicke in das personenorientierte Programm der Stadt München für jugendliche Intensivtäter. Durch eine enge Vernetzung mit den anderen Behörden und häufigen persönlichen Kontakt will man vor allem präventiv wirken. Er betonte die oft schwierige soziale Situation der Jugendlichen. Ralph Kappelmeier stellte verschiedende Polizeiprogramme zu Gewalt- und Drogenprävention vor, die die Polizei an Schulen durchführt. Mit Arbeitsgruppen zur Umsetzung dieser Rechtsthemen im Unterricht endete die Tagung.


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