EU/USA
US-Generalkonsul William E. Moeller spricht zur Europäischen Einigung
Passau / Tagungsbericht / Online seit: 10.02.2014
Von: Sebastian Haas
# Europäische Integration, USA
Generalkonsul Moeller sprach kurz, in deutscher Sprache, und deutlich: So sieht er Europa als Friedensstifter, Wahrer der Menschenrechte und Zone vergleichsweise stabiler wirtschaftlicher Verhältnisse, als Modellregion für den ganzen Globus – und sprach zugleich eine Warnung aus: der europäische Integrationsprozess sei nicht unumkehrbar, den derzeitigen Tendenzen zur Re-Nationalisierung müsste entgegen gewirkt werden.
Gerade die Vereinigten Staaten könnten glücklich sein über die Entwicklung in Europa. „Die USA sind stolz darauf, dass sie dieses Projekt von Anfang an begleiten konnten." Dem Aspekt, dass die von der USA dominierte Sicherheitsarchitektur nach dem Zweiten Weltkrieg der Ausgang einer europäischen Einigung gewesen sei, werde heutzutage nicht genug Beachtung geschenkt. Aller Affären und „Fuck the EU" zum Trotz: die Beziehungen zu den EU sind zentral für die USA.
Zudem ist sich Moeller sicher: die europäische Zone des Wohlstands kann mit einem Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA weiter ausgebaut werden. „Ich weiß, dass gerade in Bayern – wo es so gut läuft – oft gefragt wird: brauchen wir noch mehr Wachstum, noch mehr Handel? Darauf antworte ich Ihnen: wenn Sie die Welthandelsordnung stabilisieren wollen, Arbeiterrechte und die Umwelt schützen wollen, dann wollen Sie das Freihandelsabkommen."
Die Vortrag des US-Generalkonsuls William E. Moeller war Teil der Politiksimulation „EuropaPolitik erleben!", die seit zwei Jahren von der Akademie für Politische Bildung Tutzing mit großem Erfolg in ganz Bayern veranstaltet wird. Am 10./11. Februar 2014 schlüpften an der Universität Passau 66 deutsche, österreichische und tschechische Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Entscheidungsträgern auf europäischer Ebene. Die Simulation dient dem Ziel, in ihnen den europäischen Gedanken zu fördern, sie für politische Prozesse und politische Teilhabe zu interessieren.
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